„Genau das will ich machen.“

Das komplette Interview mit Nicko McBrain und eine Leseprobe aus seiner Biografie HELLO BOYS AND GIRLS! findet ihr in der METAL HAMMER-Novemberausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

METAL HAMMER: Nicko, was hast du durch das Schreiben dieses Buchs über dich selbst gelernt, das dir vorher nicht bewusst war?

Nicko McBrain: Dass ich ein fauler Sack bin! (lacht) Wobei – das wusste ich schon vorher. Wenn es darum ging, Songs zu schreiben, habe ich das meist den anderen überlassen. In dieser Hinsicht steckte also schon immer eine gewisse Trägheit in mir. Mit dem Buch war es ähnlich: Ich habe vor etwa 14 Jahren angefangen, zu schreiben, und mich zunächst mit voller Energie darauf gestürzt. Dann kam ich an eine Grenze und habe es zehn Jahre lang nicht mehr angerührt. Es war insgesamt eine großartige Reise.

Viele Geschichten haben es nicht ins Buch geschafft. Es gibt nun einmal Grenzen dafür, wie viel hinein­passt. Plötzlich erinnert man sich an Dinge wie das erste Schlagzeug oder die erste Jamsession. Im Buch gibt es ein Foto von mir mit meinem ersten Drumkit bei meiner ersten Jamsession. Solche Dinge sind großartig. Man schaut sie sich an, und die Erinnerungen kommen mit einem Mal zurück.

Brillant

MH: Woher kommt der Titel ‘Hello Boys And Girls!’?

NMB: Das ist einfach einer meiner Sprüche. Wir hatten zwei mögliche Titel. Mein ursprünglicher Arbeitstitel, als ich vor all den Jahren angefangen habe, war ‘You Just Never Know, Do You?’ Dann meinte unser Co-Manager Dave Shack: „Warum nennen wir es nicht ,Hello Boys And Girls!‘? Das sagst du doch ständig, wenn du Interviews machst oder Radio-Intros aufnimmst.“

MH: Das Buch beginnt mit Drummer Joe Morello und der Freude in seinem Gesicht, als er ‘Take Five’ spielt. War genau dieses Glücksgefühl das, wonach du dein ganzes Leben hinter dem Schlagzeug gesucht hast?

NMB: Absolut. Als ich ihn spielen sah, blieb mir vor allem diese Freude im Gedächtnis – und natürlich, wie brillant dieses Solo ist. Ich war völlig hypnotisiert. Und ich dachte: Genau das will ich machen. Seitdem hatte ich immer im Kopf: Man soll sehen, dass ich Spaß daran habe. Wenn ich mit meinem Instrument auf der Bühne stehe, bin ich an meinem glücklichen Ort.

„Man musste sehr schnell lernen.“

MH: Vor Maiden hast du alles Mögliche gespielt – Blues, Jazz und Folk. Wie sehr haben diese Jahre den Schlagzeuger geprägt, den Maiden später engagierten?

NMB: Enorm. Wenn man sein Instrument lernt, geht es nicht nur darum, Schlagmuster, Geschwindigkeit oder unterschiedliche Arten von Fills zu beherrschen. In den Siebzigern hatte man für eine Session vielleicht drei Stunden Zeit und musste darin zwei Songs aufnehmen – die A- und die B-Seite. Man musste also sehr schnell lernen. Das hat meine gesamte Herangehensweise an Songs und mein Verständnis davon geprägt, was es heißt, ein professioneller Musiker zu sein. Deshalb konnte ich mich bei Maiden relativ problemlos einfügen.

Warum es Nicko McBrain wichtig war, die Drogenexzesse seiner Geschichte in der Biografie nicht zu beschönigen, wie wichtig es war, dass er Clive Burr nicht zu imitieren versuchte und ob der Wille zur Rückkehr oder die Bereitschaft loszulassen stärker war, lest ihr in der METAL HAMMER-Novemberausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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Quelle: METAL HAMMER.de