Dregen sieht die Trennung von The Hellacopters etwas anders
Mitte September verkündeten The Hellacopters, dass LG Valeta ihren Gitarristen und Mitbegründer Andreas Tyrone Svensson, bekannt als Dregen, künftig vollständig ersetzt. Als Grund führten Nicke Andersson und Co. die Nachwirkungen von Dregens Handverletzung an, die er sich 2023 zuzog. „Zwar kann er noch etwas Rhythmusgitarre spielen, doch der Großteil unserer Songs ist für ihn schlicht nicht mehr machbar“, hieß es in der Bekanntmachung.
Zunächst schien die Trennung einvernehmlich zu sein, da der Gitarrist das Statement der Band auf seinen eigenen Social Media-Kanälen teilte. Im Interview mit UnDinamo – La Última Radio De Rock stellt Dregen den Sachverhalt jedoch etwas anders dar. Zunächst meint der 53-Jährige: „Man sollte nicht alles glauben, was man liest. In Schweden wurde daraus eine riesige Sache gemacht. Sogar meine Mutter rief an und fragte: ‚Haben sie dir den Arm amputiert?‘ Weil es hieß: ‚Oh, er kann nicht mehr spielen.‘“
Noch nicht voll leistungsfähig
Jedoch muss er ehrlich zu sich selbst sein und sich eingestehen, dass er sich noch immer in der Genesungszeit befindet und lediglich 85 Prozent seiner früheren Leistungsfähigkeit erreicht hat. „Das Schwierige für mich ist, dass ich vielleicht nie wieder so spielen kann wie früher“, erklärt Dregen. Immerhin seien insgesamt drei Operationen nötig gewesen, die jedes Mal mehrere Monate Therapie und Heilung nach sich zogen. Der Umstand, dass er dadurch seiner Tätigkeit nicht nachgehen konnte, sei neben den Schmerzen das Härteste gewesen.
Dass das letzte The Hellacopters-Album OVERDRIVER ohne ihn entstanden ist, trägt Dregen seinen Ex-Kollegen nicht nach, immerhin habe er damals „wirklich nicht spielen“ können. Ihn endgültig vor die Tür zu setzen, sei seiner Meinung nach aber nicht die richtige Entscheidung gewesen. Dregens Vorschlag: „Wir hätten es vielleicht wie Iron Maiden machen und drei Gitarristen haben können.“
Andererseits scheint der Künstler und Bierbrauer nicht allzu traurig über den unfreiwilligen Abgang zu sein. Immerhin arbeitet er an einem neuen Soloalbum und einigen anderen Projekten. „Ich habe das Gefühl, dass wir eine große, große Sache machen sollten – und sei es eine Abschiedstournee mit den Backyard Babies. Ich glaube nämlich, dass noch einiges in uns steckt. Darauf freue ich mich auch sehr.“ Obendrein werde er nicht jünger und „kann verdammt noch mal nicht ständig mit zwei Bands auf Tour sein.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















