Judas Priest wollen noch immer keine Reunion mit K.K. Downing

2011 verabschiedete sich Gitarrist Kenneth „K.K.“ Downing nach Konflikten mit dem Management und der Band auf unschöne Art und Weise aus Judas Priest. Seither wird in Interviews immer wieder deutlich, dass er seine Entscheidung zu gehen bereut. In einem aktuellen Interview mit Are You Ready sprach er darüber, ob eine Live-Wiedervereinigung möglich ist.
Altersfrage
Auf die Frage, ob er sich weitere Auftritte mit Judas Priest vorstellen könne, wenn sich die Möglichkeit ergeben würde, verweist Downing zunächst auf das fortgeschrittene Alter aller Beteiligten. Er sagt: „Das Alter spielt nun für uns alle eine große Rolle. Momentan kann Glenn (Tipton, Gitarrist – Anm.d.Red.) nicht teilnehmen.
Rob (Halford, Sänger – Anm.d.Red.), Ian (Hill, Bassist – Anm.d.Red.) und Scott (Travis, Schlagzeuger – Anm.d.Red.) und mir geht es gut, denke ich. Andererseits weiß ich, dass Rob auch Probleme mit Krebs hatte, aber ich glaube, es geht ihm wieder besser. Dennoch läuft uns die Zeit davon“, meint der Gitarrist.
Widerwillen
Er fügt zu guter Letzt hinzu: „Leider ist es aktuell auch so, das Rob, Ian und die anderen Jungs in Judas Priest auf keinen Fall eine Reunion wollen. Das ist die momentane Situation.“ Schon vorher waren Annäherungsversuche von Downing gescheitert. 2019 soll er sich beispielsweise bei der Band gemeldet haben, in der Hoffnung, Teil des 50. Jubiläums zu werden, und kassierte eine Absage.
Gegenseitiger Respekt
Dennoch herrscht keine komplette Funkstille zwischen den beiden Parteien. Der Gitarrist trug kürzlich seinen Teil zum neuen Film ‘The Ballad Of Judas Priest’ bei. Darauf angesprochen, erklärte Rob Halford im Interview mit METAL HAMMER: „Die gegenseitige Liebe und den Respekt den wir für einander haben, ist noch da. Er musste im Film auftauchen, allein, weil er heute noch so wichtig für die Geschichte von Judas Priest ist, wie er es damals war.
Er war schon da, bevor ich selbst der Band beigetreten war. Sein Wert und das, was er in seiner Zeit mit Judas Priest geschaffen hat, diese Lieder, die wir noch heute spielen, sind sehr wichtig. Außerdem sendet das ein Signal an die Fans. Dass er nicht mehr Teil der Band ist, macht nichts, weil es am wichtigsten ist, dass wir gegenseitigen Respekt haben“, macht der Sänger deutlich.
Die richtigen Gründe
Auf die Frage nach einer Reunion sagt Halford: „Was er (K.K. Downing – Anm.d.Red.) in der Doku gesagt hat, war sehr deutlich und eloquent: er fühlte gewisse Dinge nicht mehr. Wenn man in der Musik arbeitet, muss man wirklich auf diese Bühne wollen. Man darf nichts zurückhalten.
Man muss sich aus den richtigen Gründen dafür entscheiden. Wenn man es nicht aus der richtigen Motivation heraus tut, hat man nicht das Recht, auf der Bühne zu stehen. Man darf nicht einfach so tun, als ob.“ Er beschließt: „Es gibt dieses potente Gefühl, das einen dazu bringt, auf der Bühne stehen zu wollen und sich mit Überzeugung und Ehrlichkeit den Fans hinzugeben. Wenn man das nicht fühlt, muss man tun, was K.K. getan hat.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















