Kevin Martin hält Langspieler für Zeitverschwendung

Die letzten Jahre waren ein regelrechtes Hin und Her bei Candlebox. 2023 erklärte Frontmann Kevin Martin, dass das Album THE LONG GOODBYE (2023) und die dazugehörige Tournee der Abschied sein sollten. Martin zufolge hat jedoch die gemeinsame Tour mit Bush und Jerry Cantrell 2024 die Wende gebracht. Als dann auch noch Gitarrist und Gründungsmitglied Peter Klett im Februar 2025 nach zehn Jahren Abwesenheit zur Band zurückkehrte, sei der Ruhestand vollends in die Ferne gerückt.

Langspieler = Zeitverschwendung?

Ein neues Album sei von Candlebox trotzdem nicht zu erwarten. Im Pod Scum-Podcast wurde Kevin Martin kürzlich darauf angesprochen, wie er und seine Band-Kollegen dazu stehen, heutzutage noch Langspieler zu veröffentlichen. Während Peter Klett scheinbar noch die Ambitionen für ein komplettes Album hat, hält Martin selbst nicht viel davon. „Ich finde, das ist Zeitverschwendung. Meiner Meinung nach sollte man einfach einen Song veröffentlichen, sobald er fertig ist“, erklärt der 57-Jährige. Schließlich kaufe heute niemand mehr Alben.

Außerdem genieße der Musiker die Unabhängigkeit, da Candlebox aktuell bei keinem Label unter Vertrag stehen. Er fügt jedoch hinzu: „Wenn eine Plattenfirma käme und sagen würde: ,Wir geben euch eine halbe Million Dollar für eine Platte‘, würde ich nicht nein sagen. Aber dazu wird es nicht kommen. Ich bin Realist.“

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Deshalb investieren Kevin Martin und seine Kollegen selbst in die Studiozeit. Gut, wenn man Freunde wie Matt Sorum (Ex-Guns N’ Roses-Drummer) hat. Dieser betreibt sein eigenes Studio, in das sich Candlebox im kommenden August einmieten, um drei neue Songs aufzunehmen.

Martins Meinung nach hören nur „Leute in unserem Alter“ noch komplette Alben. Alle anderen „wollen das, was im Radio läuft. Sie wollen die Single.“ Er führt weiter aus: „Es ist fast so, als wären wir in die Vierziger- und Fünfziger Jahre zurückversetzt – oder sogar in die frühen Sechziger –, als es diese Songwriter gab, die Lieder für alle möglichen anderen schrieben, und man bekam eben nur die Single, nicht das ganze Album. Damit komme ich klar. Ich finde das völlig in Ordnung.“


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Quelle: METAL HAMMER.de