Kritik zu August Burns Red SEASON OF SURRENDER

Man kann SEASON OF ­SURRENDER ziemlich simpel beschreiben: August Burns Red ziehen ihr Ding selbst­bewusst durch, klingen auch nach zwanzig Jahren immer noch frisch und motiviert. Der Opener ‘Legions’ mit Mike Hranica von The Devil Wears Prada ist kein großes Aufbauen, sondern einfach rein. ‘The Nameless’ macht schnell klar, warum die Band noch immer funktioniert: die Riffs sitzen, der Groove zieht, und Jake Luhrs klingt deutlich beweglicher als früher. Die Platte hat zudem immer wieder kleine Eigenheiten. ‘Behemoth’ ist stumpf gesagt Vollgas, aber effektiv. ‘Den Of Thieves’ weckt Erinnerungen an Bullet For My Valentine und Parkway Drive, ohne sich daran festzufahren. Mit ‘Sonic Salvation’ mit Jamie Hails von Polaris wird es kurz schwerer und langsamer, bevor wieder alles anzieht. ‘Cerebral Malfunction’ mit Make Them Suffer bleibt hängen, auch wegen der kurzen klaren und sanften Passagen von Vokalistin Alex Reade, die dem Song einen anderen Dreh gibt. Danach geht es ohne Umwege weiter nach vorne, bis ‘New Horizons’ zeigt, wie gut dieser alte Sound heute noch funktioniert. SEASON OF SURRENDER fühlt sich am Ende weniger an wie ein großes Konzept sondern eher wie eine Sammlung starker Lieder, die einfach funktionieren, ohne viel erklären zu müssen.

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Quelle: METAL HAMMER.de