Kritik zu Avrak AVRAK
Es mag befremdlich erscheinen, dass sich ausgerechnet Darkthrone-Stimme Ted Skjellum mit Avrak auf Heavy Metal-Abwege begibt. Schließlich nähert sich der Musiker seit etlichen Jahren sukzessive dem klassisch-schwermetallenen Sound aus Birmingham an. Und auch auf AVRAK lassen ruppige Kanten aufhorchen. Doch die entpuppen sich nicht immer als positiv. ‘Long May The Lums Reek’ besticht durch seine ruhige Passage, ‘The Lonely Shadow’ durch seine getragene Atmosphäre, und ‘The Rift’ durch den mitreißenden Stampfrhythmus, allerdings keines von ihnen durch seinen originellen Heavy Metal. Hier bleiben Avrak auf der Strecke, stapfen durch den Morast jahrzehntelanger Tradition, ohne auch nur in die Nähe der Sternstunden des Genres zu gelangen, oder verfangen sich in ihrer gewollten Andersartigkeit. Wo AVRAK auf vertraute Riffs setzt, entwickelt es Kraft und Eigenwilligkeit; wo es das Monumentale beschwört, wird es bisweilen erstaunlich konventionell. Vor allem die großen Gesten wirken eher wie Kulisse denn Notwendigkeit. Anders, als es die andere Darkthrone-Hälfte Fenriz mit Coffin Storm vermochte, fehlt Avrak schlicht der kantige Charme.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















