Kritik zu Hansen BORN WITH A HAMMER
Schade, dass sich Gamma Ray noch nicht aufraffen konnten, wieder ins Studio zu gehen. Schön, dass man trotzdem – zwischen den Alben der wiedervereinten Helloween – nicht auf neue Musik mit Kai Hansens Stimme und Handschrift verzichten muss. Sein letztes Soloalbum (damals noch mit „And Friends“) liegt auch schon wieder zehn Jahre zurück – es war also an der Zeit. BORN WITH A HAMMER ist (trotz Unterstützung durch Sohn Tim, Eike Freese und Alexander Dietz an den Gitarren sowie Carcass’ Dan Wilding am Schlagzeug) Hansen pur; man hört und spürt den Spaß, den der Gitarrist und Sänger daran hat, sich frei auszudrücken. Oft genug gibt es klassischen Stoff mit deutlicher Nähe zu Gamma Ray und Helloween – man höre den Opener ‘Feeding The Beast’. Was dieses Album einzigartig macht, sind die musikalischen Blicke über den Tellerrand: Die lebensbejahende Power Metal-Hymne ‘Welcome To Life’ überrascht mit Reggae-Zwischenteil, ‘End Of The Road’ erinnert an zeitgemäßen Power Metal der Marke Battle Beast/Beast In Black. ‘Wait And See’ sticht mit vermeintlich modernen Klängen (tiefer gestimmte Gitarren, abgehackte Grooves, Gangshouts) heraus; seine Komfortzone hat Hansen aber im theatralischen und verspielten, hörbar im monumental angelegten Umfeld, wie der Titel-Song mit Queen- und Beatles-Einflüssen beweist. BORN WITH A HAMMER ist durchweg kurzweilig und verdient für den Hammer-Albumtitel extra Applaus. Noch lieber hätte man natürlich ein vollwertiges Gamma Ray-Album gehört.
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Quelle: METAL HAMMER.de












