Kritik zu Servant LUX EX INFERIS

Im Grunde haben AOP seit Harakiri For The Sky ein treffsicheres Auge für Post Black Metal, denn das Label hat seitdem häufig bewiesen, dass ihm durchaus der ein oder andere Glücksgriff gelingt. Harakiri For The Sky lieferten mit ihrem Debütalbum ­HARAKIRI FOR THE SKY (2012) eine Lehrbuchdefinition ihres Subgenres, für die Heretoir die Vorarbeit leisteten. Agrypnie verbanden den wehklagenden Sound mit progressiven Elementen, und Groza (Letztere haben es immerhin mit ‘Tabula Rasa’ auf LUX EX INFERIS geschafft), ­zählen spätestens seit NADIR (2024) ohne Zweifel zu den spannendsten Black Metal-­Bands der vergangenen Jahre. Auch Servant bewegen sich zumindest teilweise in diesen Gefilden – doch genau dieser Grenzgang wird ihnen zum Verhängnis. Zu häufig klingen Servant gleichförmig. Selbst atmosphärische Höhepunkte wie ‘Tanatos, Embrace Of The Night’ oder das Krächzduett mit Nornir-Frontfrau Lethian (‘De Profundis’) versinken im Durchschnittsmorast. Und davon gibt es auf LUX EX INFERIS abseits dieser Momente leider reichlich. Wobei man sich zumindest in dieser Hinsicht wenig Sorgen machen muss: Angesichts des ebenfalls generischen Band-Namens braucht es ohnehin ein paar weitere Eckdaten, um sie in den Weiten des Internets ausfindig zu machen.

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Quelle: METAL HAMMER.de