Musik zum Gedenken an Tschernobyl

Heute vor 40 Jahren, am 26. April 1986 um 01:23 Uhr Ortszeit, ereignete sich die weltweit größte Nuklearkatastrophe in der zivilen Nutzung der Atomenergie: Tschernobyl. Das Unglück geschah während eines Sicherheitstests, bei dem ein vollständiger Stromausfall simuliert wurde. Unzulänglichkeiten des Personals und der baulichen Gegebenheiten sowie schwere Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften führten während der Simulation zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg und schließlich zur Explosion des Reaktors.

Infolgedessen gelangten Unmengen von radioaktivem Material in die Erdatmosphäre. Zunächst wurden 31 Todesopfer offiziell bestätigt. Aufgrund der Explosion und der radioaktiven Kontamination liegt die Dunkelziffer jedoch deutlich höher. Schätzungen zufolge soll die Opferzahl Tausende Menschen umfassen, die vor allem an den Spätfolgen starben. Die gesundheitlichen, ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen sind auf jeden Fall bis heute spürbar – auch in der Musik.

Tschernobyl im Metal

Tschernobyl wird nur in einzelnen Liedern thematisiert. Zum Teil sind ganze Alben entstanden, die das Unglück und seine Folgen aufgreifen. Die deutsche Thrash Metal-Band Pripjat (benannt nach der Stadt, die nahe dem Kernkraftwerk liegt und bis heute unbewohnbar ist) widmet ihr gesamtes musikalisches Schaffen der Nuklearkatastrophe. Namentlich ist vor allem das Debütalbum SONS OF TSCHERNOBYL (2014) zu erwähnen, das die Zerstörung und die Liquidatoren ins Visier nimmt.

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Zahlreiche andere Bands haben Tschernobyl besungen. So ist auf Megadeths 16. Studioalbum THE SICK, THE DYING… AND THE DEAD! (2022) etwa der Titel ‘Dogs Of Chernobyl’ zu finden. Auch die tschechische Formation Dymytry hat in ‘Chernobyl’ (2020) und ‘Chernobyl 2.0’ (2021) das Thema aufgegriffen. Zwei Jahre später erschien mit ‘Tschernobyl 3.0’ eine Version von Hämatom.

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Die sächsische Band Cytotoxin nennt ihre gesamte Stilrichtung Chernobyl Death Metal und widmet ihre Musik gänzlich nuklearen Katastrophen. Auch an Ost+Front ist Tschernobyl nicht vorbeigegangen, ebenso wenig wie an Imperial Triumphant, Blanck Mass und Crucifix.

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Obendrein gibt es natürlich auch Nummern, die sich zwar nicht mit Tschernobyl, aber auf die eine oder andere Weise mit Nuklearkatastrophen im Allgemeinen befassen. Darunter sind Stücke von Iron Maiden, Omnium Gatherum, Metallica, Testament, Overkill und erneut Megadeth.

Iron Maiden ‘2 Minutes To Midnight’

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Omnium Gaterum ‘Walking Ghost Phase’

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Metallica ‘Fight Fire With Fire’

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Overkill ‘Elimination’

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Megadeth ‘Rust in Peace… Polaris’

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Selbstverständlich handelt es sich bei den erwähnten Bands und Songs nur um eine Auswahl. Sicherlich gibt es viele weitere Interpreten, die sich mit dieser oder ähnlichen Katastrophen beschäftigt haben und es noch tun werden.


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Quelle: METAL HAMMER.de