Paul Di’Anno-Dokumentarfilm ist „eine Art Warnung“, sagt Orshoski
Am 24. Juli erscheint nach mehreren Verzögerungen der Dokumentarfilm ‘Di’Anno: Iron Maiden’s Lost Singer’. Dafür hatte Filmemacher Wes Orshoski (‘Lemmy’, 2010) Paul Di’Anno über mehrere Jahre hinweg begeleitet, bis der einstige Iron Maiden-Sänger am 21. Oktober 2024 im Alter von 66 Jahren einem Herzstillstand erlag.
Orshoski war nun zu Gast bei Full Metal Jackie, wo er über seine Erfahrungen und Erkenntnisse aus der gemeinsamen Zeit mit Paul Di’Anno sprach. „Ich habe Leute sagen hören, dieser Film sei eine Art Warnung – und das ist er auch. Ich würde sagen: Lass nicht zu, dass dein Stolz die Oberhand gewinnt! Sei nicht zu stolz, um Hilfe zu bitten, wenn du sie brauchst. Denk nach, bevor du handelst.“ Dann ergänzte der Regisseur: „Ich glaube, wenn Paul all das getan hätte, wäre er vielleicht noch hier.“
Herzenssachen
Im Lauf des Gesprächs verrät Orshoski auch, dass man ursprünglich mit der Idee an ihn herangetreten war, einen eher unbeschwerten Film über den ehemaligen Iron Maiden-Frontmann zu drehen. Doch die Art und Weise, wie der Sänger seine gesundheitlichen Probleme bewältigte sowie die Unterstützung zweier Fans und seines ehemaligen Band-Kollegen Steve Harris entwickelten sich bald zum Herzstück des Films.
Zunächst sei es darum gegangen, „dass es eher ein humorvoller Film werden würde, denn Paul war eine ziemliche Type. Er konnte fantastische Geschichten erzählen und hatte in vielerlei Hinsicht etwas von einer Cartoon-Figur an sich“, erklärt der Dokumentarfilmer. Doch das Projekt entwickelte sich letztlich in eine andere Richtung. Der Paul Di’Anno, den Orshoski kennenlernte, war ein anderer, obwohl er „eine geradezu legendäre Aura“ besaß. „Dass er Iron Maiden nach den ersten beiden Alben verlassen hatte, tat seinem Mythos keinen Abbruch.“ Dem habe er auf den Grund gehen wollen.
Im Lauf der Zeit habe sich Di’Annos gesundheitlicher Zustand jedoch rapide verschlechtert, weshalb er lange auf einen Rollstuhl angewiesen war. „Als ich den Film fertigstellte, war er gesundheitlich besser beieinander als seit einem Jahrzehnt und stand kurz davor, wieder gehen zu können. Er war drauf und dran, den Rollstuhl zu verlassen.“ Doch dann erlitt der 66-Jährige einen Herzstillstand, verursacht durch einen Riss des Herzbeutels.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















