Shavo Odadjian (System Of A Down): „Wir haben einfach Spaß.“

Bei System Of A Down scheint derzeit nicht nur alles rundzulaufen, auch ist für 2027 offenbar etwas in Planung, das bislang noch recht kryptisch ist. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Band auf diese Weise eine große Ankündigung andeutet. Bereits im Juli tauchten in Australien und Neuseeland Logos von System Of A Down und Faith No More auf. Nur wenige Tage später gaben die beiden Bands eine Reihe von Stadionkonzerten für Januar und Februar 2027 in diesen Ländern bekannt. Die Ankündigung folgte unmittelbar auf die ausverkaufte Stadiontournee in Europa.

Treibende Kraft

Während die Fans rätseln, war Bassist Shavo Odadjian zu Gast im ‘Essential Watches’-Podcast. Dort wurde er unter anderem gefragt, warum es noch immer kein neues Album von System Of A Down gebe. Immerhin liegen MEZMERIZE und HYPNOTIZE schon mehr als zwanzig Jahre zurück. Odadjian zufolge spielen dabei mehrere Faktoren eine Rolle – vorranging konzentrieren sich er, Serj Tankian, Daron Malakian und John Dolmayan derzeit jedoch auf Liveshows.

Außerdem weiß die Band auch nicht wirklich, wie es weitergeht. „Wir lassen es auf uns zukommen – und wir haben endlich wieder Spaß dabei. Das ist das Wichtigste, denn eine Zeit lang hat es eben keinen Spaß mehr gemacht – genau deshalb gab es diese lange Unterbrechung. Wir hätten natürlich weitermachen, ordentlich Geld verdienen und irgendwelche lieblosen Tourneen spielen können, bei denen wir so tun, als wären wir glücklich auf der Bühne – aber das haben wir nicht getan.“

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube

Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Die Auszeit sei jedoch nötig gewesen. „Wenn man zurückblickt und sagt, dass alles aus einem bestimmten Grund geschieht – dann war es im Grunde perfekt.“ Nur für sich selbst sprechend, erklärt der Bassist, dass er derjenige war, der auf die gemeinsamen Auftritte gedrängt hat. „Ich war derjenige, der jeden Einzelnen von uns dazu bewegen wollte.“

Der Ruhm sei ihm gleich. „Lieber ohne Ruhm spielen, als berühmt zu sein und es nicht tun zu können. Das ist meine Leidenschaft, denn ich liebe, was ich tue.“ Damit hat er scheinbar auch seine Kollegen wieder angesteckt, denn er fügt hinzu: „Ich bin sehr dankbar für all das, aber vor allem deshalb, weil wir jetzt wieder Spaß haben.“

—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Tony Iommi über das Leben nach Black Sabbath, sein neues Album FROM THE DARK und sein Soloschaffen: Lest die große Titelgeschichte in der aktuellen METAL HAMMER-Ausgabe 11/2026! Jetzt am Kiosk, in unserem Online-Shop und günstig im Abo.



Quelle: METAL HAMMER.de