Kritik zu Struck A Nerve STRUCK A NERVE

Mit ihrem gleichnamigen Debüt legen Struck A Nerve ein gnadenloses Thrash-Brett vor, das keinerlei Zweifel an der Ernsthaftigkeit ihrer Mission lässt: maximale Aggression, kompromissloser Sound, klare Haltung. Die britische Truppe, stilistisch zwischen Sodom, Slayer, Power Trip und Enforced angesiedelt, kombiniert klassischen Thrash mit Crossover-, Hardcore- und Death Metal-Elementen zu einer hoch­explosiven Mischung, die sowohl oldschool als auch zeitgemäß wirkt. Die neun Tracks, die verheißungsvolle Titel wie ‘Nocturnal Terror’, ‘Parade Of Violence’ oder ‘Last Eyes See All’ tragen, sind durchweg straff komponiert, druckvoll von Sam Turbitt (Ritual Studios) produziert und voller energiegeladener Details. Besonders die Gitarren stechen durch ihren schnittigen Klang hervor und verleihen dem Album einen brutalen, fast schon todesmetallischen Ansatz. Textlich verarbeitet die Band historische wie gegenwärtige Gewalt – ein intelligenter und wütender Kommentar zur Weltlage, der dem Sound zusätzliche Schärfe verleiht. STRUCK A NERVE ist mehr als nur ein Debüt – es ist ein Album, das knallt, nachdenklich macht und dennoch als perfekte Haarwurzelkur dient. Thrash lebt dank solcher Bands – und wenn Struck A Nerve weiter so punkten, stehen sie bald vor dem Aufstieg in die nächste Liga.

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Quelle: METAL HAMMER.de