Kritik zu Coronatus DREADFUL WATERS

In gewisser Weise ist das neue Album DREADFUL WATERS der deutschen Symphonic-Metaller ­Coronatus die inhaltlich kongeniale Fortsetzung ihrer Veröffent­lichung ATMOSPHERE von 2021. Seiner­zeit ging es um natürliche Phänomene in der Luft und am Himmel, diesmal drehen sich die Stücke um seefahrerische Mythen, Geheimnisse und Ereignisse. Passend dazu hat die mittlerweile siebenköpfige Band ihren Sound – neben ­Metal, Folk und klassischen Versatz­stücken – um maritime (sprich: ­shantyeske) Bestandteile er­weitert. Die Stücke nennen sich folge­richtig ‘The Ship’s Cook’, ‘A Seaman’s Yarn’, ­‘Southern Cross’ oder ‘Through The Brightest Blue’, wurden sehr stimmungs­voll produziert und abwechslungsreich orchestriert. Natürlich sind alle Stücke vor allem auf die engelsgleichen Stimmen der beiden Mezzosopranistinnen Leni Eitrich und Sabine Prechtel ausgerichtet, über­zeugen aber dennoch auch in ihrer gesamten Instrumentierung. Das Album endet mit der mystisch-betörenden Nummer ‘Die Hexe und der Teufel’, deren eindringliche Atmosphäre an die Magie der legendären Folk Rock-Band Ougenweide erinnert und beweist, dass diese Art Coronatus-Songs in unterschied­lichsten Sprachen funktioniert. Ein Hörgenuss!

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***



Quelle: METAL HAMMER.de