Kritik zu Stormhammer WRATH OF THE HAMMER
Stormhammer gehören seit vielen Jahren zu jener verlässlichen zweiten Reihe (und das ist ledig-lich in kommerzieller Hinsicht gemeint, keineswegs in qualitativer!) des deutschen Power Metal, die nie den ganz großen Durchbruch geschafft hat, aber stets konstant abliefert. Seit den frühen Veröffentlichungen kombiniert die Band klassischen Heavy Metal mit melodischem Power Metal, epischer Atmosphäre und einer gewissen Härte, die sich wohltuend von zu glattpolierten Genre-Vertretern absetzt. Nach SEVEN SEALS (2019) melden sich die Deutschen mit WRATH OF THE HAMMER zurück. Die Riffs tragen die notwendige epische Wucht, ohne dabei ihre Direktheit zu verlieren, während die Songs angenehm druckvoll durch die Boxen marschieren. Vor allem die härteren Gitarrenmomente verleihen dem Material zusätzliche Schärfe und verhindern, dass die Platte in allzu typischen Power Metal-Klischees versinkt. Auch Sänger M. Nox macht seine Sache auf WRATH OF THE HAMMER ausgesprochen gut. Sein Gesang fällt abwechslungsreich und angenehm erzählerisch aus, wodurch die Stücke zusätzliche Dynamik erhalten. Gitarrenarbeit, Rhythmussektion und Songwriting genügen problemlos höheren Genre-Ansprüchen, während die von Alex Krull (Atrocity) produzierte Platte mit solidem Sound überzeugt. Was allerdings wirklich den ein oder anderen stören kann, sind die Keyboards. Nein, nicht ihre Existenz an sich, sondern vielmehr ihre enorme Präsenz im Gesamt-Mix. Anstatt die Songs sinnvoll zu flankieren, drängen sich die Keyboard-Flächen oftmals zu stark in den Vordergrund und verwässern dadurch den ansonsten angenehm kraftvollen Gesamteindruck. Das ist schade, denn in der Summe zeigt WRATH OF THE HAMMER erneut, warum Stormhammer seit Jahren einen guten Ruf innerhalb der Szene genießen, auch wenn etwas weniger Bombast der Platte besser zu Gesicht gestanden hätte.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















