Bassistin von L7 ist gestorben
Die Musikwelt trauert aktuell um eine ikonische aus der Grunge- und Riot Grrrl-Szene. Nachdem L7-Bassistin Jennifer Finch erst vor Kurzem die Neuigkeit überbracht hatte, dass bei ihr eine aggressive Ausprägung von Hirnkrebs diagnostiziert wurde, ist die Rockerin nun — wie ihre Band-Kolleginnen mitteilen — verstorben. Sie wurde lediglich 59 Jahre alt.
Am Boden zerstört
„Schweren Herzens geben wir bekannt, dass unsere geliebte Band-Kollegin, Freundin und Mitstreiterin Jennifer Finch heute verstorben ist“, heißt es im zugehörigen Post von L7. „Sie hat einen langen, mutigen Kampf gegen Hirnkrebs geführt und wurde von vielen wunderbaren Freunden, Musikkollegen und Fans auf der ganzen Welt geliebt. Wir lieben dich, Jennifer.“
Darüber hinaus gaben L7 noch ein Statement über einen Repräsentanten heraus: „Wir sind zutiefst erschüttert über den Verlust unserer geliebten Band-Kollegin, Schwester und Freundin, deren unbändiger Geist, Humor und grenzenlose Kreativität L7 geprägt und unser aller Leben für immer verändert haben. Jennifer war ein echtes Original, das sein Leben ganz nach eigenen Vorstellungen führte. Ihr Einfluss auf Musik, Kunst und alle, die das Glück hatten, sie zu kennen, ist unermesslich. Wir lieben sie über alle Maßen und werden sie für immer in unseren Herzen tragen. Ruhe in Kraft, unsere liebe Freundin. In Liebe, L7“.
Letzter Wunsch
L7 hatten zuletzt ihre Abschiedstournee geplant und für Herbst diesen Jahres angekündigt. Vor einer Woche machte Jennifer Finch ihre Krebsdiagnose publik und informierte die Fans, dass sie bei der Konzertreise nicht mit von der Partie sein wird. Im Zuge dessen ging auch eine Crowdfunding-Kampagne an Start, um Geld für häusliche Krankenpflege, medizinische Geräte, Physiotherapie und Logopädie sowie ein kreatives Projekt von ihr, das 2027 fertig sein sollte, zu sammeln.
Anfang Juli merkten L7 zu ihrer „The Last Hurrah Tour“ an, dass sie die Shows „gemeinsam mit Jennifer geplant“ hatten, „als wir alle vier bei guter Gesundheit und bester Stimmung waren“. Nachdem Finch von den Ärzten über den folgenschweren Befund in Kenntnis gesetzt worden, bat sie jedoch ihre Mitstreiterinnen, die Termine ohne sie zu bestreiten. Für sie am Bass wird Tsuzumi Okai stehen, die 2018 bei Limp Bizkit am Tieftöner ausgeholfen hat und aktuell noch als Live-Bassistin bei Kim Dracula fungiert. L7 kommentierten: „Wir werden ihrem Wunsch nachkommen und dabei ihre Versorgung und ihr Wohlergehen zu unserer obersten Priorität machen. Wir lieben sie und möchten, dass sie die ganze Kraft der Gemeinschaft spürt, die sie seit so vielen Jahren liebt und unterstützt.“
An der Crowdfunding-Kampagne beteiligten sich zahlreiche Kollegen aus der Musik-Branche — darunter Brett Gurewitz (Bad Religion-Gitarrist und Gründer von Epitaph Records) und seine Frau (mit 10.000 US-Dollar), Garbage (mit 8.000 US-Dollar) und Bikini Kill-Frontfrau Kathleen Hanna (mit 5.000 US-Dollar). Außerdem spendeten Sub Pop Records (mit 5.000 US-Dollar), Pearl Jam-Bassist Jeff Ament (mit 5.000 US-Dollar), Billie Joe Armstrong von Green Day und seine Gattin Adrienne (mit 5.000 US-Dollar). Des Weiteren packten Tool-Querkopf Maynard James Keenan (mit 2.500 US-Dollar), Warped Tour-Gründer Kevin Lyman (mit 2.500 US-Dollar), Korn-Gitarrist Brian „Head“ Welch (mit 1.000 US-Dollar) sowie Guy Picciotto von Fugazi (mit 1.000 US-Dollar) mit an.
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Quelle: METAL HAMMER.de















