Diese Bands und Musiker äußern sich zur Wahl
Am vergangenen Sonntag, den 6. September 2026 fanden in Sachsen-Anhalt bekanntlich Landtagswahlen statt. Wie sich vorab bereits abgezeichnet hatte, lag die AfD deutlich vorne. So holte die Partei 43,8 Prozent der Wählerstimmen und verdoppelte damit ihr Ergebnis von 2021. Die CDU von Bundeskanzler Friedrich Merz verlor über die Hälfte ihrer Stimmen und rutschte auf ein historisches Tief von 17,2 Prozent ab.
Große Sorgen
All das lässt auch Bands und Musiker nicht kalt — viele Gruppen und Künstler haben sich dazu geäußert. Beispielsweise bezogen Kafvka Stellung, die sich unter anderem mit ihrem Track ‘Alle hassen Nazis’ einen Namen gemacht haben. So postete das Quartett eine Zuschrift eines Fans, der angesichts der politischen Lage „große Angst“ hat. Wie er oder sie damit umgehen soll, dass „jetzt wahrscheinlich eine rechtsextreme Partei in Sachsen-Anhalt an die Macht kommt“, weiß der- beziehungsweise diejenige nicht.
Aber: „Immer, wenn ich mal wieder Panik wegen diese Partei bekomme, höre ich eure Musik, und es geht mir gleich wieder viel besser, weil ihr mir Hoffnung und Kraft gebt. Bitte macht so weiter.“ Kafvka kommentieren auf dem letzten Slide ihres Posts: „Jetzt mehr denn je: Solidarität mit allen Geflüchteten, Migrant*innen, queeren Menschen, Jüdinnen und Juden, Menschen mit Behinderung, Journalist*innen und allen, die in Sachsen-Anhalt, die Demokratie verteidigen. Siamo tutti antifascisti.“ Die letzten drei italienischen Worte lauten auf Deutsch: Wir sind alle Antifaschisten.
Weiter wären da Die Toten Hosen, die sich bereits 1993 mit ihrem Song ‘Sascha… ein aufrechter Deutscher’ deutlich verortet haben und auf ihrer aktuellen Tour den Die Ärzte-Klassiker ‘Schrei nach Liebe’ covern. In Hamburg und Berlin erhielten Campino dabei sogar Unterstützung von Bela und Farin Urlaub. Jedenfalls befinden die Düsseldorfer Punk-Rocker: „Gute Besserung, liebes Sachsen-Anhalt! Werde schnell wieder gesund.“
Darüber hinaus haben sich ebenfalls Swiss + Die Andern zu Wort gemeldet. Dank ihres Liedes ‘Linksradikaler Schlager’ weiß man: Die Gruppe ist stabil. In den Sozialen Medien nimmt das Quintett Bezug zu dem Track und formuliert: „Man hätte sich gewünscht, dass man diesen Song 2026 gar nicht mehr singen muss. Aber ihr wisst ja: Gegenwind ist auch nur Wind und wir gehen nirgendwo hin!“
Außerdem sieht der Deutsche Musikrat Anlass zu Sorge. Präsidentin Lydia Grün ordnet ein: „Wir blicken mit großer Sorge auf die möglichen Folgen für die Kultur, für ihre Freiheit und Vielfalt sowie für die zahlreichen Menschen und Institutionen, die sich in Sachsen-Anhalt für ein offenes und demokratisches Gemeinwesen engagieren. Für uns gilt unverändert: Musik und Kultur brauchen Freiheit, Vielfalt und Demokratie. Gerade jetzt dürfen wir in unserem Einsatz für diese Werte nicht nachlassen.
Die kulturpolitischen Entwicklungen im Land Sachsen-Anhalt werden wir daher künftig genau beobachten und – gemeinsam mit dem Landesmusikrat Sachsen-Anhalt – eng und kritisch begleiten. Dazu gehören die möglichen Auswirkungen auf den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk, die drohende Beschneidung von Kunstfreiheit durch neue Fördervorgaben und die Folgen einer restriktiven Migrationspolitik auf den Kultur- und Bildungsbereich.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















