Kritik zu Five Finger Death Punch LEGACY

Die US-Formation aus Las Vegas ist schon seit jeher ein zweischneidiges Schwert — und das setzt sich auf dem mittler­­weile zehnten Studioalbum der Waffen­narren fort. Auf der einen Seite ballert die über alle Kritik erhabene Produktion dermaßen auf den Punkt, druckvoll und ausgewogen daher, dass man LEGACY vollends abfeiern will – wie die Gitarristen Zoltán Báthory und Andy James zum Beispiel im Titel-Track, in ‘De Oppresso Liber’ oder ‘Scapegoat’ ihre knackigen Riffs flexen, ist maximal stabil. Leider kommt hier die andere Seite ins Spiel: Der lyrische Inhalt. Frontmann Ivan Moody singt unter anderem über den Kampf, Dinge durchzustehen (‘Eye Of The Storm’), die Entschlossenheit, Ballast hinter sich zu lassen (‘Nails In The Coffin’) oder über Unehrlichkeit (‘Everybody Lies’). Das alles trägt der 46-Jährige mit ­einem jammernden Unterton vor. ­Stets geht es darum, ein ungerecht behandelter Außenseiter zu sein. Das ist nichts anderes als die Wieder­auf­bereitung einer beschränk­ten Welt­sicht von und für Rednecks beziehungs­weise für Onkelz-, Frei.Wild- und ­Unantastbar-Fans – weswegen ­LEGACY musikalisch mitreißt und textlich abschreckt.

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Quelle: METAL HAMMER.de