Kritik zu Iconic II
Dass eine Supergroup mit dem nicht sehr bescheidenen Namen Iconic Bestand hat, ist erstaunlich, immerhin ist die Mindesthaltbarkeit bei solchen Projekten meist auf einen Langspieler begrenzt. Aber dass Iconic vier Jahre nach dem Debüt sogar im selben Line-up nachlegen, ist überraschend: Ex-Ozzy- und Whitesnake-Drummer Tommy Aldridge, Jesus Glam-Frontmann Michael Sweet (hier nur an der Gitarre), Twisted Sister-Bassist Marco Mendoza und der eher unbekannte Nathan James führen ihren Achtziger-geprägten Hard Rock-Sound mit II solide weiter. Genauso wenig überraschend, wie das Debüt bei der Besetzung geklungen hat, geht es weiter. Druckvoller, expansiver Hard Rock mit hohem Melodieanteil, der größtenteils von seinen gut angelegten Twin Guitars lebt. Was die Rock-Veteranen mit Nummern wie ‘Cry No More’ oder ‘Open My Eyes’ abliefern, ist generischer AOR, der wie eine Hommage an die eigene Biografie wirkt. Die Band kann allerdings punkten, wenn sie entweder schneller oder langsamer wird: Die superkitschigen Power-Balladen lassen einen durchaus beseelt mitschunkeln, und die mit ordentlich Boogie bereicherten Classic Rock-Nummern – allen voran das treibende ‘S.O.S.’ – geben dem Ganzen eine persönliche Biege. Die Platte tut keinem weh – aber einen großen Mehrwert entdeckt man auch nicht unbedingt.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















