Antifa-Patches: Wacken reagiert auf Vorwürfe

Mehr noch im Internet als auf dem Gelände kochten die Emotionen hoch: Verschiedene Wacken Open Air-Besucher hatten berichtet, dass ihnen der Zugang zu den Bühnen verwehrt worden war. Grund: Patches, Aufnäher und Flaggen mit antifaschistischen und LGBTQ*-solidarischen Statements und Symbolen, die von einzelnen Security-Mitarbeitern als unerwünschte politische Symbole bezeichnet und ausgeschlossen wurden.
Dass es sich dabei um Einzelfälle handeln musste, zeigte ein Blick übers Gelände: Antifa- und LGBTQ-Fahnen und -Patches gehörten zum gängigen Bild sowohl vor als auch auf den Bühnen. Trotzdem ist jeder beschriebene Fall ernst zu nehmen, was die Wacken Open Air-Veranstalter auch schnell in ersten Statements sowie auf der Pressekonferenz klargemacht hatten.
Wenige Tage nach Ende des Wacken Open Air 2026 melden sie die Wacken-Macher nun noch mal ausführlich zu Wort und betonen, dass das Festival für Weltoffenheit und Toleranz stehe. Den Fällen nicht zugelassener Patches und Symbole soll nachgegangen und eine Wiederholung vermieden werden – Betroffene können sich beim Veranstalter melden.
Gut so! Denn der Aufschrei einzelner Internet-Krieger, Metal sei unpolitisch, zählt hier nicht: Sich gegen rechtes Gedankengut, Diskriminierung, Hass und Hetze zu stellen, hat weniger mit Politik als mit Verteidigung der individuellen Freiheit zu tun – und wenn Metal für etwas steht, dann ja wohl dafür.
Während des Wacken Open Airs berichteten mehrere Gäste, dass ihnen der Zutritt zum Festivalgelände untersagt wurde, weil sie erkennbar gegen Rechts gerichtete Patches, Flaggen oder Shirts trugen oder Symbole, die für Vielfalt stehen.
An dieser Stelle ist es uns ein Anliegen, unsere klare Haltung zum Ausdruck zu bringen: Diese Handlungen waren zu keinem Zeitpunkt in unserem Sinne. Das Wacken Open Air steht für Weltoffenheit und Toleranz.
Wir sind ein Ort der friedlichen Begegnung der Metal-Community und unterstützen die Meinungsfreiheit. Rechtsextremismus treten wir entschieden entgegen.
Wir haben das Thema von Anfang an ernst genommen und bereits vor Tagen ein Bündel an Maßnahmen ergriffen, um mögliche Wiederholungsfälle zu vermeiden. Dazu haben wir intern ein unmissverständliches Statement abgegeben, intensive Aufklärungsschritte eingeleitet und haben unser Awareness-Team an Einlässen und Übergängen als unterstützende Ansprechpersonen eingebunden.
Zudem verfolgen wir jeden konkreten Hinweis. Solltet ihr selbst eine derartige Erfahrung während des Wacken Open Airs gemacht haben und uns konkrete Hinweise geben können, schreibt uns bitte eine E-Mail an headquarter@wacken.com
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Quelle: METAL HAMMER.de
















