Matt Sorum wusste vorab nicht von Reunion 2016
Matt Sorum trommelte von 1990 bis 1997 bei Guns N’ Roses und mischte in dieser Zeit bei den Alben USE YOUR ILLUSION I & II sowie THE SPAGHETTI INCIDENT? mit. Insofern wäre es durchaus cool gewesen, wenn der heute 65-Jährige dabei gewesen wäre, als die früheren Gunners-Musiker Slash und Duff McKagan im Jahr 2016 zurückkehrten. Doch dem ehemaligen Vevet Revolver- und The Cult-Schlagzeuger hat vor zehn Jahren kein Vögelchen gezwitschert, dass etwas im Busch ist.
Alles paletti
Zu Gast beim US-Radiosender WRIF antwortete der einstige Guns N’ Roses-Drummer auf die Frage, ob er überrascht von der Wiedervereinigung mit den beiden klassischen Mitgliedern war: „Nein. Es wäre letztendlich wohl sowieso auf uns zugekommen. Aber als sie wieder zusammenfanden, wusste ich überhaupt nichts davon, um ehrlich zu sein. Als es passierte, haben sie es so gemacht, wie sie wollten — und sie machen es weiterhin.“
Sorum seinerseits ist absolut glücklich damit, wie es derzeit für ihn läuft, und dass er sich seine Projekte aussuchen kann. „Ich bin auf meine eigene Art kreativ. Ich habe viele tolle Dinge am Laufen, bewege mich gewissermaßen in meinem eigenen Universum. Dabei lasse ich mich von meiner höheren Macht leiten. Meine Mutter pflegte zu sagen: ‚Was Gott uns verwehrt, ist sein Schutz.’ Ganz nach dem Motto: ‚Kämpf nicht dagegen an. Lass dich einfach darauf ein.‘ Und das habe ich in meinem Leben immer öfter getan. Mit zunehmendem Alter wird vieles klarer. In meinem Leben ist also alles bestens.
Ich habe eine fünfjährige Tochter, die mich oft sieht. Das ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Dinge. Man hat Kinder, man ist für sie da. Sie wachsen heran — da möchte ich dabei und hier sein, möchte leben. Ich achte gut auf mich: Ich bin 65 und in der besten Verfassung meines Lebens. Ich habe seit 18 Jahren keinen Alkohol mehr angerührt. Keine Drogen. Wenn ich auf das Jahr davor zurückblicke, kann ich nicht behaupten, dass es genauso war. All das ist ein Geschenk und ein Segen. Und basierend darauf engagiere ich mich für wohltätige Zwecke und mache das ganz bewusst. Ich bin also unglaublich dankbar.“
Außerdem sinnierte Matt über das schwierige Unterfangen, als Band mit einem Super-Star-Status zurechtzukommen. „Wenn man eine gewisse Größe erreicht hat, kann das herausfordernd sein. Als Guns N’ Roses riesig wurden, USE YOUR ILLUSION herausbrachten und so weiter, wurde es danach sehr schwierig. Man ist so groß — was macht man als Nächstes? […] Guns N’ Roses haben 25 Jahre gebraucht, bis sie wieder zusammenfanden. Es kann ein wenig einschüchternd wirken, wenn man so groß ist. Metallica haben es hinbekommen, weil sie eine Maschine sind. Sie haben den Dreh raus. In der Dokumentation ‘Some Kind Of Monster’ hat man gesehen, was sie durchgemacht haben. Aber sie sind schlau daraus geworden. Ich sage den Leuten immer: ‚Ich könnte eure Band beraten, falls ihr Probleme habt.‘ Denn ich weiß, was man nicht tun sollte.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















