Auftritt mit Deep Purple „war sehr bewegend“

1993 haben sich die Wege von Deep Purple und ihrem Gitarristen sowie Mitbegründer Ritchie Blackmore für lange Zeit getrennt. Am Abend des 12. August teilte sich Blackmore erstmals wieder mit Ian Gillan und Co. die Bühne bei einem Konzert der Band in New York. Bereits kurz vor dem Auftritt wandte sich der 81-Jährige mit der überraschenden Nachricht über die Sozialen Medien an seine Fans. Und tatsächlich kam Blackmore für ‘Smoke On The Water’ auf die Bühne und sorgte für frenetischen Applaus.

Emotional

Im Interview mit Guitar Player lässt er dieses Erlebnis Revue passieren und erklärt: „Es war sehr bewegend, denn ich kam sehr schnell auf die Bühne und musste sofort spielen.“ Demnach habe er keine Zeit zum Aufwärmen gehabt, was jedoch nicht weiter schlimm gewesen sei. „Ich war nicht dort, um die Töne perfekt zu treffen, sondern um alte Freunde zu sehen, die ich seit 40 Jahren nicht mehr getroffen hatte – und wir werden alle älter. Ich glaube, uns war klar, dass dies vielleicht das letzte Mal sein könnte, dass wir uns sehen.“

Dann fügt Blackmore hinzu: „Es war knifflig; ich habe nichts allzu Technisches gespielt, da ich der Meinung war, mich auf das Wesentliche – auf Einfachheit – zu beschränken. Ich bin zwar zwischendurch trotzdem kurz aus dem Takt gekommen, aber darum ging es mir dort nicht. Ich war dort, um etwaige Wunden zu heilen – doch es gab gar keine Wunden. Es war, als wären wir gemeinsam an der Westfront im Kriegseinsatz gewesen und würden nun alle wieder zusammenkommen. Ein sehr emotionaler Moment.“

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Auch Deep Purple nannten die Wiedervereinigung im Nachgang einen „großen Moment der Rock-Geschichte“. Sänger Ian Gillan schrieb seinerseits: „Was für ein Vergnügen es war, Ritchie Blackmore gestern Abend bei uns auf der Bühne zu begrüßen, um ‘Smoke’ zu spielen … Danke, Ritchie, das hat vielen Menschen viel bedeutet – nicht zuletzt mir.“ Der Bruch vor über 30 Jahren kam zustande, weil es zwischen Blackmore und Gillan immer wieder zu Konflikten gekommen sein soll. Generell galt der Gitarrist stets als schwierige Persönlichkeit. Daher kam es im Laufe der gemeinsamen Zeit innerhalb der Band häufiger zu Streitigkeiten und Ausrastern.


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Quelle: METAL HAMMER.de