„Ich wollte keine andere Band.“
2007 verkündete Bandleader Jon Oliva das Ende von Savatage. 2015 gab es beim Wacken Open Air eine Wiedervereinigung. Schloss Oliva weitere Band-Aktivitäten zunächst aus, ist inzwischen seit 2023 ein neues Studioalbum im Gespräch. An Material mangele es nicht, wie Jon Oliva in einem Statement erzählte, jedoch gehe die Arbeit nur langsam voran. In der Zwischenzeit ist im Juni das Live-Album MADNESS REIGNS FROM THE GUTTER (ein Konzert von 1990) erschienen.
Zudem sind Savatage regelmäßig auf Tour. Bei der diesjährigen Jubiläumsausgabe des W:O:A war die Band beispielsweise als Headliner vor Ort. An Jon Olivas Stelle übernimmt seit der Reunion Zak Stevens den Gesang. Gitarrist Chris Caffery, der mit Unterbrechungen schon seit 1988 zu Besetzung gehört, zeigt sich im Interview mit Blabbermouth sehr glücklich über die Rückkehr der Band. Immerhin war es genau das, was er jahrelang gehofft hat.
Emotionale Bindung
„Hätte es allein an mir gelegen, hätte ich nie aufgehört“, gibt der 58-Jährige an, und erklärt: „Ich wollte keine andere Band und habe nie versucht, einer anderen Band beizutreten. Ich habe bei Doro und Metal Church ausgeholfen und Spirits Of Fire gemacht, aber irgendwann machte mir das weniger Spaß als meine Soloalben, und ich habe mich dann einfach zurückgezogen.“
Zwar ist Caffery auch von Beginn an Teil des Trans-Siberian Orchestra (TSO), aber zu Savatage habe er seit jeher eine besondere Bindung – „wegen des Musikstils, der Geschichte und der emotionalen Verbundenheit, die ich über die Jahre zu dieser Band aufgebaut hatte.“ Demnach war es für ihn „die beste Nachricht überhaupt“, als Jon Oliva die Savatage-Rückkehr verkündete. Doch sollten erneut einige Jahre Pause folgen.
In Brasilien fand der erste Auftritt der Band nach fast einem Jahrzehnt statt. Bevor er die Bühne betrat, sei Caffery sehr nervös gewesen. Doch mit den ersten gespielten Tönen „fühlte es sich einfach richtig an – als wären wir genau dort, wo wir hingehörten. Es war ein Ort, den wir eigentlich nie hätten verlassen dürfen, aber so ist das Leben eben.“
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
Quelle: METAL HAMMER.de
















