Band-Dokumentation auf Prime Video verfügbar

Nach anfänglichen Schwierigkeiten starteten Zeal & Ardor mit ihrer neuartigen Mischung aus Gospel und Black Metal 2017/2018 schließlich durch. Alles begann, als der schweizerische Musiker Manuel Gagneux in einem Internetforum fragte, welche Genres bisher noch nicht vermischt worden waren. Zu Beginn ist die Musik gänzlich am Laptop entstanden. Erst, als die ersten Buchungsanfragen einflattern, begibt sich Gagneux auf die Suche nach Mitstreitern.

Kein einfacher Weg

Zusammen mit den beiden Sängern Denis Wagner und Marc Obrist sowie Gitarrist Tiziano Volante, Schlagzeuger Marco von Allmen und Bassistin Mia Rafaela Dieu finden die ersten Auftritte statt. Dabei muss die Band erst einmal zusammenwachsen und sich auch als solche fühlen. Das muss ausgerechnet auf Tour geschehen. Der internationale Erfolg lässt nicht allzu lange auf sich warten. Vor allem in den USA kommt die Musik richtig gut an, birgt zugleich jedoch „politischen Zunder“.

In der Beschreibung zum Dokumentarfilm heißt es: „Religion, Rassismus, Segregation und Aneignung: Künstler Manuel Gagneux hinterfragt und durchbricht Tabus mit seiner Musik.“ Der Mix der eigentlich konträren Musikstile kommt nicht bei allen gut an. Olivier Joliat und Matthias Willi haben Zeal & Ardor von Anfang an begleitet. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Schöpfer der Band, der recht introvertiert ist und mit seiner neuen Rolle hadert.

Nach zwei Alben gerät alles ins Wanken. 2019 verlässt Mia Rafaela Dieu die Formation schließlich und wird durch Lukas Kurmann ersetzt. Doch Gagneux ist sich generell zu diesem Zeitpunkt nicht sicher, ob Zeal & Ardor fortbestehen sollten. Auch diese Phase beleuchtet die Dokumentation. Bekanntlich geht die Geschichte jedoch weiter. Inzwischen hat das Debütalbum DEVIL IS FINE sogar ein Remaster mit fünf zusätzlichen Songs erhalten. Das letzte neue Album GREIF liegt indes schon wieder zwei Jahre zurück, konnte seinerzeit jedoch den METAL HAMMER-Soundcheck-Sieg einheimsen.

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‘Play With The Devil: Becoming Zeal & Ardor’ wurde bereits 2023 veröffentlicht. Bei Amazon Prime Video gibt es den Film über den Kanal Quello Concerts zu sehen. Prime-Mitglieder können den Kanal sieben Tage kostenlos testen; danach kostet die Nutzung 5,99 Euro im Monat. Dafür bekommt man dort aber auch allerhand aus der Musikwelt geboten. Wer weniger Aufwand betreiben möchte, kann die Dokumentation auch auf den entsprechenden YouTube-Channel schauen – in Original-Vertonung auf Schweizerdeutsch.


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Quelle: METAL HAMMER.de