Kritik zu Mad Max STORIES OF DESTINY

Die Wurzeln der Band reichen zurück bis ins Jahr 1981 – und das hört man. Den Hard Rock, den Mad Max um Gitarrist, Song­writer und Bandleader Jürgen Breforth darbieten, kennt man in ähnlicher Form von den Scorpions: Präzises Riffing trifft auf geschmackvolle Übergänge, klassische Gitarrensoli, straighten Groove und höchst eingängige Höhepunkte. Seicht wirkt das auf Strecke dennoch nie, weil die Gitarren gerne auch einige ­metallische Anleihen nehmen und die druckvolle Produktion ordentlich dampft. Anlässlich des 45. Band-Jubiläums blickt STORIES OF DESTINY zugleich zurück und nach vorne. Mit Alan Clark (Dark Heart) stellt sich ein neuer Frontmann vor, während Original­sänger Andreas Baesler nach 45 Jahren für zwei Songs zurückkehrt. Der Großteil des Albums basiert auf Kompositionen, die Jürgen Breforth gemeinsam mit Künstlern wie Sascha Gerstner (Hello­ween), David Readman (Pink Cream 69), Andreas Broon (The Sisters Of Mercy) oder ­Michael Voss geschrieben hat. Ein paar Mankos gibt es: Die stellenweise sehr präsent eingeflochtenen Keyboards und modernen Sound-Partikel wirken nicht immer notwendig und nehmen dem ansonsten angenehm klassischen Hard Rock-Sound gelegentlich etwas von seiner Natürlichkeit. Auch die Stimme des neuen Frontmanns Alan Clark klingt zwar durch­weg angenehm und melodisch, jedoch fehlt ihr an einigen Stellen der letzte Biss. Da verkörperte Klaus Meine in den Achtzigern schlicht mehr Schärfe und Durchsetzungskraft. Dennoch bleibt STORIES OF DESTINY eine klare Test­empfehlung für alle Hard Rock-Fans, deren Herz unverändert für die großen Melodien und Gitarren der Achtziger Jahre schlägt.

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Quelle: METAL HAMMER.de