Kritik zu Diamond Dogs SIMILAR SHAKES DIFFERENT DISTORTION

Längst kommt einem beim Band-Namen der schwedischen Retro-Rocker nicht mehr nur ein David Bowie-Album in den Sinn. Vielmehr ist die durch die TV-Comedy-Serie ‘Ted Lasso’ popularisierte, eponyme männliche Selbsthilfegruppe sogar die durchaus passendere Namensreferenz. Schließlich sorgen Diamond Dogs als Band unter der Führung von Gründungssänger Sören „Sulo“ Karlsson seit über 30 Jahren (und nunmehr 16 Alben) für den wohligen Fortbestand eines Rock-Gefühls zwischen The Rolling Stones, Mott The Hoople und den Faces. Darüber hinaus dürften diesmal zusätzlich diejenigen, die Nicke Anderssons Soul-Ausflügen mit The Solution nachtrauern, von dem hervorragenden ‘My Heart Is A Cold Case’ getröstet werden. Ansonsten setzt es gewohnte Siebziger-Sound-Spaßspender wie EXILE ON MAIN ST.-Rock’n’Roll (‘Brass Monkey Weather’), das Country-fizierte ‘Killing Blues’ (das auch Izzy ­Stradlin gefallen dürfte) oder die ausgelassene, finale Session ‘A Place In The Sun’ mit erhöhtem Rod The Mod-Faktor. Dass sich ‘I Took A Hard Turn’ im weiblichen Backing-Segment ein wenig bei ‘Remedy’ von The Black Crowes bedient oder ‘From The Rooftops’ einen kleinen Melodiebogen aus ‘Angie’ stibitzt, ist nicht nur geschenkt, sondern muss man als genau das werten, was es ist: eine kleine Aufmerksamkeit für Aufmerksame.

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Quelle: METAL HAMMER.de