William Shatner (‘Star Trek’) wusste nicht, was Heavy Metal ist
William Shatner schraubt, wie allgemein bekannt sein dürfte, an einem Heavy Metal-Album — es wirken unter anderem Brian May (Queen), Rob Halford (Judas Priest), John Moyer (Disturbed), Dave Lombardo (Ex-Slayer) sowie Mikkey Dee (Scorpions-/Ex-Motörhead) mit. Dabei begibt sich die ‘Star Trek’-Legende auf persönliches Neuland. Denn wie der 95-Jährige in einem neuen Interview mit Michael Moynihan vom The Moynihan Report offenbarte, hatte er nicht den blassesten Schimmer, worum es sich bei Heavy Metal handelt.
Gefühle & Leidenschaft
So erläuterte William Shatner, woher die Idee für die Platte kam. „Cleopatra, das Label, mit dem ich häufig zusammenarbeite, fragte mich: ‚Warum machst du nicht mal ein Heavy Metal-Album?‘ Und ich sagte: ‚Was zum Fick ist Heavy Metal?‘ Dann hörte ich ‘Patience’ von Guns N’ Roses. Also schrieben wir einen Song namens ‘Impatience’. Nach dem Motto: ‚Ich werde nicht auf dich warten. Hörst du mich? Hier: Lies von meinen Lippen ab!’ Der Song hat diese Wut und dieses Tempo — voller Leidenschaft. Ich habe das Altwerden satt. Ich habe es satt, Haare zu verlieren. Und ich habe es satt, nichts zu essen. Ich habe es satt, mich zu erkälten. Und ich habe es satt, müde zu sein. Ich habe es einfach satt!“
Des Weiteren fragte Moynihan William Shatner nach seiner Vision für den Longplayer, worauf der Kanadier erst einmal den Namen der Scheibe verriet: „Der Titel des Album ist… Also ich hoffe es. Ich hoffe, alle sind sich einig. WHAT THE F IS HEAVY METAL? ist der Name der Platte.“ Im Anschluss führte die Hollywood-Legende seine Herangehensweise näher aus: „Man muss von der Grundannahme ausgehen, dass ich eigentlich gar nichts weiß. Ich bin neugierig, ich lese ständig und schlage Dinge nach.
Wut im Alter
Also fing ich an, zu experimentieren. Ich konzentrierte mich auf Emotionen. Ich dachte mir, bei Heavy Metal muss es um Emotionen gehen – heftige, nicht gewalttätige, sondern leidenschaftliche Emotionen. In ‘The Black Sky’ geht es darum, was wir dem Planeten antun. ‘Impatience’ – lass mich nicht warten. ‘Rage’. Fünf Songs, die mir etwas bedeuten. Ich bin voller Wut, ich bin wütend darüber, ich empfinde Abscheu.“
Daraufhin wollte Moynihan wissen, ob William Shatner in seinem hohen Alter tatsächlich noch Wut und Zorn verspürt. „Oh, ja!“, bekräftigte der umtriebige Kreativkopf. „Ich möchte mich auf mein Pferd schwingen und so reiten wie früher. Meine Beine haben nicht mehr die Kraft von einst, deshalb bin ich vorsichtig. Aber ich will gar nicht vorsichtig sein. Die Alben, die ich gemeinsam mit Rob Sharenow geschrieben habe, sind durchweg persönlich. Sie alle handeln von meiner persönlichen Entwicklung.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















