„Ich bin durch die Hölle gegangen!“
Nach seinen fiesen Stimmbandproblemen hat sich Jon Bon Jovi mit seiner Band in Sachen Live-Auftritte diesen Sommer wieder zurückgemeldet . Die Hard-Rocker absolvierten eine Konzertresidenz im New Yorker Madison Square Garden sowie ein paar Shows in Schottland, Irland und London. Fazit: Die Stimme hält. In einem aktuellen Interview mit A Current Affair anlässlich der jungst für 2027 verkündeten Tour rekapitulierte der Sänger ausführlich, wie er seine Schwierigkeiten überwand.
Abgötter in Weiß
„Ich bin durch die Hölle gegangen“, gesteht Jon Bon Jovi. „Und ich wollte – nein, ich konnte – das Vermächtnis nicht gefährden. Ich konnte und wollte nicht einfach rausgehen und dem Publikum das Mikrofon [zum Singen] hinhalten. Da wir uns an einen Standard halten, den wir schon seit mehr als 40 Jahren anlegen, ist es mir wichtig, dass wir unser Bestes geben.“ Auf die Nachfrage, wie es seiner Gesangsstimme momentan geht, erwiderte der 64-Jährige auf den Holztisch klopfend: „Phänomenal. Ich könnte heute Abend [auftreten] – kein Problem.“
Insgesamt hat der US-Amerikaner vier Jahre gebraucht, um sein Organ wieder auf Vordermann zu bringen: „Dass es vier Jahre wurden, lag an mir. Nach den zwei Jahren wollte ich nicht abtreten. Obwohl die Leute sagten: ‚Es ist in Ordnung, lass uns gehen.‘“ Des Weiteren kam Jon Bon Jovi auf die Suche nach dem richtigen Arzt zu sprechen: „Ich musste einen Doktor finden, dem ich vertraue. Manche Stimmärzte haben diesen Gottkomplex – nach dem Motto: ‚Nur ich kann dich heilen.‘ Solche Leute haben mir eine Heidenangst eingejagt. Doch dann ging ich zu diesem Kerl in Philadelphia, Pennsylvania, der kurz vor dem Ruhestand stand.
Ein älterer Herr: Fliege, ein Pullover über der Fliege, darüber ein Sakko. Er kam herein – sein Auftreten war sehr majestätisch – und fragte: ‚Wissen Sie, warum ich Arzt für Sänger geworden bin? Weil ich selbst Sänger war. Ich hatte Probleme, verstand aber nicht, warum. Und ich wusste nicht, wer mich retten könnte. Also habe ich mein Leben dieser Aufgabe gewidmet.‘ […] Womit er mich letztlich für sich gewann, war, dass er gesagt hat: ‚Ich verspreche Ihnen gar nichts. Halten Sie sich an die Protokolle. Lassen Sie diesen Eingriff vornehmen, denn es ist Ihre einzige Option. Und mit der Zeit wird es Ihnen besser gehen als jetzt. Vertrauen Sie auf den Prozess.‘“
Darüber hinaus sollte Jon Bon Jovi noch einordnen, ob es Lieder in der aktuellen Setlist der Band gibt, auf die er sich nicht freut. „Nein. ‘Livin’ On A Prayer’ spielen wir genau in derselben Tonart, in der wir es schon immer gespielt haben. Und bei ‘Bed Of Roses’ ist es genauso. Wir spielen jetzt jeden Abend ‘Always’, ‘I’ll Be There For You’, ‘Bed Of Roses’ und ‘Livin’ On A Prayer’.“
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Quelle: METAL HAMMER.de















