Billy Corgan hält trotz Vorwürfen zu seinem Buddy
Was macht man, wenn gegen einen Kumpel die schlimmsten Anschuldigungen vorgebracht werden? The Smashing Pumpkins-Mastermind Billy Corgan steht Marilyn Manson ziemlich nahe und kann nicht anders, als – zumindest bis zu einem gewissen Grad – zu dem Schock-Rocker zu halten. Das hat zum einen mit der langjährigen Freundschaft der beiden Musiker zu tun, zum anderen kannte Corgan die Eltern von Brian Warner, wie Manson mit bürgerlichem Namen heißt.
Insider-Wissen
Doch damit nicht genug: James Iha, Gitarrist der Smashing Pumpkins, ist mit der Zwillingsschwester von Lindsay Usich (der aktuellen Gattin von Marin Manson) verheiratet. Daher verwundert es nicht, dass Billy Corgan im Interview beim The New York Times Popcast mit Vorsicht und Bedacht über die Vorwürfe der sexuellen Gewalt gegen seinen Spezi spricht.
„Als Christ muss man zu seinen Freunden stehen“, sinniert Corgan über Marilyn Manson. „Das bedeutet aber nicht, dass man keine eigene Meinung haben und keine Kritik äußern darf. Bei ihm – und es steht mir nicht zu, ein Urteil darüber zu fällen – hat sich der Staatsanwalt fünf Jahre lang mit dem Fall befasst. In manchen Fällen wusste ich persönliche Dinge, die hinter den Kulissen gelaufen sind und nicht an die Öffentlichkeit gelangten. Ich persönlich hatte nicht den Eindruck, dass er der Dinge schuldig war, derer er beschuldigt wurde. Dafür spricht auch die Tatsache, dass der Staatsanwalt die Sache nicht weiterverfolgt hat.“
Dass an den Anschuldigungen etwas Wahres dran ist, will Billy allerdings nicht abstreiten: „Ich war nicht dabei – ich kann nicht bei allem dabei sein. Aber das ist eine dieser Situationen, in denen ich mir nicht von der Welt vorschreiben lassen möchte, wer meine Freunde sind und mit wem ich mich umgeben soll. Das gilt politisch wie gesellschaftlich. Und was Brian betrifft: Wir haben eine Verbindung, die fast 30 Jahre zurückreicht.“
Des Weiteren führt Corgan über Marilyn Manson an: „Jeder, der in solch einer Lage steckt, hat mit der Schwere der Vorwürfe zu kämpfen. Aber ich kannte nun mal die Hintergründe des Falls. Ich kannte einige der beteiligten Personen — basierend auf dieser Grundlage gelangt man zu seinen Einschätzungen. Schlussendlich habe ich das Gefühl, dass ich mich richtig entschieden habe. Doch wenn mich Leute unter vier Augen fragten: ‚Was passiert eigentlich, wenn…?‘, dann habe ich geantwortet: ‚Wenn er schuldig ist – oder irgendjemand anderes in einer solchen Situation –, dann sollte er ins Gefängnis gehen.‘“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















