Queens Of The Stone Age: Keine David Bowie-Kopie
Das komplette Interview mit Troy van Leeuwen und Michael Shuman von Queens Of The Stone Age findet ihr in der METAL HAMMER-Novemberausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!
METAL HAMMER: Troy und Michael, nachdem wir sechs Jahre auf IN TIMES NEW ROMAN… (2023) gewartet hatten, ist es schön, dass ihr schon jetzt ein neues, völlig anderes Album nachlegt. Zwischen beiden Werken lag allerdings auch der Konzertfilm und die gleichnamige EP ALIVE IN THE CATACOMBS, an deren Ende man Josh bereits einen Teil des neuen Songs ‘Insignificant Other’ a-cappella anstimmen hören konnte. War dies der Ausgangspunkt für das neue Album?
Troy Van Leeuwen: Besagter Song war tatsächlich ein Überbleibsel von IN TIMES NEW ROMAN… Und der Song ‘Run Away From The Mob’ stammt noch aus den LIKE CLOCKWORK…-Sessions. Es scheint, als ob wir die Saat der stilistischen Veränderung in unseren Köpfen schon länger selbst gesät haben. Das Witzige ist, dass diese neue Song-Sammlung auf den ersten Blick wie ein anderer Ansatz für Queens wirkt, wir aber eigentlich diese verletzlichen/melodischen Songs über Liebe schon eine ganze Weile spielen.
Witzige Erfahrung
Michael Shuman: Diese Songs existieren schon länger, aber sie waren für die entsprechenden Alben nie die richtigen. Es gibt immer ein paar Stücke, die unpassend oder unfertig wirken, deren Zeit aber irgendwann gekommen ist. In Bezug auf ‘Insignificant Other’, den wir als letzten Song der IN TIMES NEW ROMAN…-Session aufnahmen, war es wirklich so, dass er den Grundstein für das gelegt hat, was folgte. Uns war schnell klar, dass, wenn wir ein neues Album angehen könnten, dies der Song sein würde, auf dem alles aufbaut.
MH: Nicht allein die musikalische Ausrichtung war diesmal dezent anders. Ihr habt PERFECTH erstmals innerhalb verschiedener Sessions und in unterschiedlichen Studios aufgenommen, nicht wahr?
Troy: Die erste Session fand in New Orleans statt. Das war für uns neu, da wir ansonsten immer in Kalifornien aufgenommen haben. Das war eine witzige Erfahrung. Zumal gerade auch Mardi Gras (die Karnevalszeit – Anm.d.A.) war und die Straßen jeden Tag voller Musik, Paraden und Partys waren. Das hat uns ebenfalls befeuert. Aber es hatte auch einen direkten Einfluss auf mich als Musiker: Als ich heranwuchs, war es angesagt, Blues zu spielen. Blues waren die ersten Skalen, die man auf der Gitarre gelernt hat. Ich habe viel Delta Blues gehört und war damals oft in New Orleans. Insofern hat diese Session dort mich persönlich auch etwas zu meinen Wurzeln zurückgeführt.
Keine Bowie-Kopie
MH: Der Song, den ihr in New Orleans als Band neu aufgenommen habt, ist ein Remake von ‘Sunday’, einer Nummer, die auf das Iggy Pop-Album POST POP DEPRESSION (2016) zurückgeht. Damals fungierte Josh darauf unter Beteiligung von Queens-Gitarrist/-Keyboarder Dean Fertita als Co-Komponist, Gitarrist und Produzent. David Bowie hat Ähnliches mit seinem TONIGHT-Album gemacht (auf dem er Iggy-Songs wie etwa den Titel-Track, der zuvor zusammen mit Pop für dessen LUST FOR LIFE-Album entstanden war, selbst neu aufgenommen hat). Das macht eure Herangehensweise auch taktisch zu einem echten Bowie-Schachzug …
Troy: Ich denke, man hört, dass Bowies Harmonieverständnis auf Josh abgefärbt hat, ja.
Michael: Es war nicht einfach, vor allem, weil Josh und Dean am Original beteiligt waren. Anfangs hat sich Josh ein wenig schwer damit getan, einen Iggy-Song zu singen, den er mit ihm geschrieben hatte. Insofern hat er seine Version vermutlich mehr an Bowie angelehnt. Einfach, um keine Kopie davon abzuliefern, sondern dem Ganzen seinen und somit unseren Stempel aufzudrücken.
Was viele der Stücke auf PERFECTH gemeinsam haben, welchen Einfluss ALIVE IN THE CATACOMBS auf die neuen Songs hatte und wie sich die Band-Dynamik über die Jahre verändert hat, lest ihr in der METAL HAMMER-Novemberausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!
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Quelle: METAL HAMMER.de
















