Brian May von Queen outet sich als Veganer

Brian May lebt vegan. Darüber sprach der Queen-Gitarrist in einem aktuellen Interview im Good Food Podcast. Ausgangspunkt dafür war, dass sich der Rocker schon sein einigen Jahren für die Rettung von Wildtieren einsetzt. Und im Januar 2020 hat sich der Musiker für den veganen Lebensstil entschieden.

Einschneidendes Erlebnis

Auf die Frage, ob es einen bestimmten Moment gab, der ihn dazu brachte, Veganer zu werden, oder ob er schon immer Tiere ins Herz geschlossen hatte, holte Brian May aus: „Ich war schon immer ein Tierfreund. Es gibt bestimmte Momente im Leben, die die eigene Einstellung verändern. Ich erinnere mich, dass ich früher Angst vor Dingen hatte, die summten. Bienen, Wespen und dergleichen. Damals hatte meine Mutter so ein Gerät – eine sogenannte Pumpspritze. Ich nehme an, das war DDT [das synthetische Insektizid Dichlordiphenyltrichlorethan – Anm.d.A.] in einer Dose.  Jedenfalls war in dem Schrank unter der Treppe plötzlich ein riesiges Insekt – wahrscheinlich eine Wespe.

Sie war riesig – und ich fühlte mich echt von ihr bedroht. Ich war noch klein, vielleicht acht oder neun Jahre alt. Also nahm ich diese Pumpspritze und schoss auf die Wespe, um mich zu verteidigen. Ich sah zu, wie sie summte und summte, dann zu Boden fiel und dort immer weiter summte. So schaute ich bei ihrer Qual zu — und das hat mich fertig gemacht. Ich dachte mir nur: ‚Das habe ich getan. Warum habe ich dieses Tier zerstört, nur weil ich Angst davor hatte?‘ Das hat mich lange Zeit beschäftigt. Und ich habe solche Sprays nie wieder angerührt. Es gab eine Reihe von Vorfällen, die mich haben realisieren lassen, dass Tiere genau wie wir sind.“

Des Weiteren führt Brian May eine britische Naturfilmer-Ikone an: „David Attenborough wurde vor Kurzem mit den Worten zitiert: ‚Woher nehmen wir die Arroganz zu glauben, dass Menschen die einzigen bedeutenden Tiere auf diesem Planeten sind? Warum halten wir uns für wichtiger als alle anderen Tiere?‘ Dafür gibt es keinerlei Grundlage. Ich habe schon oft gesagt: Wenn ein Außerirdischer auf die Erde käme und sich die verschiedenen Tiere und Lebewesen hier ansähe, würde er nicht zwangsläufig zu dem Schluss kommen, dass die Menschen die besten und am meisten erhaltenswerten Wesen sind. Wir haben großen Schaden angerichtet – und richten ihn nach wie vor an! Ich bin keineswegs davon überzeugt, dass wir als Spezies einen besonders guten Job machen.

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Warum also gehen wir davon aus, dass alle anderen Arten dazu da sind, von uns ausgebeutet zu werden? Das ist keine logische Annahme. Für mich versteht es sich von selbst, dass jedes Tier wichtig ist. Wir sind uns noch nicht ausreichend bewusst, wie sehr wir nicht nur den Planeten schützen müssen, sondern auch die wilden Tiere – ja alle Tiere, die auf ihm leben. Und im Grunde sind wir selbst alle wilde Tiere. Wie fühlst du dich, wenn du raus aufs Land gehst, zwischen die Bäume, ins Gras? Du denkst: ‚Oh mein Gott, hier gehöre ich hin.‘ Und dort gehörst du auch hin. Wir gehören nicht in diese Betonwelt, die wir uns selbst geschaffen haben. Wir sind wilde Tiere.“

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Quelle: METAL HAMMER.de