Alex Skolnick kritisiert Social Media

Social Media hat die Musikbranche nachhaltig verändert: von TikTok bis Instagram haben die Plattformen ihre Spuren hinterlassen. Auch Bands, die ohne Social Media erfolgreich wurden, müssen sich heute auf die Technik verlassen. Darüber hat sich auch Testament-Gitarrist Alex Skolnick schon Gedanken gemacht, die er im Interview mit S.L.A.M. teilt.

Raritäten

Darauf angesprochen, was heutzutage in der Musik gut läuft und was nicht, geht Skolnick auf Soziale Medien ein: „Social Media gibt es jetzt schon seit einer Weile, das ist nichts Neues mehr, aber trotzdem hat es einen großen Einfluss auf Musiker. Wir sind alle dort angemeldet, und das hat seine guten wie schlechten Seiten. 

Kürzlich war ich am Scrollen und plötzlich tauchte auf meinem Feed eine Aufnahme des Mahavishnu Orchestra auf, 1972 auf der BBC, und Billy Cobham spielte das verrückteste Drum-Solo, das ich je gesehen habe. Ich wusste nicht, dass es diese Aufnahmen gibt und hätte sie nicht gesehen, wenn ich kein Social Media-Profil gehabt hätte. In diesem Fall Facebook“, stellt der Gitarrist klar.

Eigene Kontrolle

Außerdem kommt ihm sein Profil auch als Musiker gelegen: „Ich mag, dass wir unsere eigene Marke sein können. Ich habe meine professionelle Karriere sehr jung gestartet. Ich war 18 Jahre alt, als wir das erste Testament-Album aufgenommen haben und es war schön, ein bisschen Aufmerksamkeit dafür zu bekommen, aber es war doch relativ eingeschränkt. 

Es hing alles von dem Artikel ab, der gerade über uns herauskam. Es gab gute und weniger gute, aber das war dann unser Image. Die Interviews, die wir damals gaben, waren die einzige Präsentation, die wir hatten, und wir waren von den jeweiligen Journalisten abhängig. Jetzt bin ich nicht mehr von der Presse oder offiziellen Band-Fotos abhängig. Ich habe dafür diese Seiten, auf denen ich ich selbst sein kann und veröffentlichen kann, was ich möchte. Das finde ich großartig“, erklärt er.

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube

Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Dennoch sind die Tücken der Sozialen Medien auch an ihm nicht vorbeigezogen. Er meint: „Als Künstler ist es toll, eine Stimme zu haben, aber muss jetzt wirklich jeder seinen Senf dazugeben? Jeder Fan kann in den Kommentaren seine Meinung sagen. Manche davon sind triftig, aber manche sind auch einfach nur Trolle, die nicht qualifiziert sind, ihre Meinung kundzutun.“


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Exklusive Airbourne-Vinyl-7“ nur zusammen mit der aktuellen METAL HAMMER-Ausgabe: Jetzt am Kiosk oder direkt portofrei nach Hause zu bestellen! Alle Infos unter www.metal-hammer.de/airbourne.



Quelle: METAL HAMMER.de