Chris Holmes bekommt Strahlentherapie gegen Prostatakrebs

Erst im April musste der ehemalige W.A.S.P.-Gitarrist Chris Holmes sämtliche Auftritte absagen – „aufgrund gesundheitlicher Probleme, die sofortige Behandlung erfordern“, wie Ehefrau (und Managerin) Catherine damals schrieb. Jedoch habe es sich dabei um „nichts Geheimnisvolles, nichts Dramatisches“ gehandelt. „Chris hat ein leichtes Prostataproblem – nichts, was seine Projekte, seine Tourneen oder seine Leidenschaft gefährdet. Es wird bereits behandelt, und er ist bald wieder fit und auf der Bühne.“ 

Erneuter Hilferuf

So bald passiert das wohl nicht, denn es ist doch etwas Ernstes. Chris Holmes’ Gattin hat jüngst eine GoFundMe-Kampagne gestartet, in der sie erklärt: „Wir hätten uns nie träumen lassen, dass wir so etwas noch einmal schreiben müssten. 2022, kurz nach zwei Jahren COVID-Lockdown, erhielt Chris die Diagnose Kehlkopfkrebs. Eine GoFundMe-Kampagne half uns, diese unvorstellbar schwere Zeit zu überstehen. Wir waren zutiefst dankbar und hofften, nie wieder um Hilfe bitten zu müssen.“

Dank Chemo- und Strahlentherapie konnte der inzischen 68-Jährige die Erkrankung seinerzeit besiegen und galt seither als krebsfrei. „Heute hat uns das Leben erneut in eine schwierige Lage gebracht, und wir möchten offen darüber sprechen“, schreibt Catherine weiter. „Chris hat in Frankreich mit einer Strahlentherapie gegen Prostatakrebs begonnen. Diese Behandlung ist unerlässlich und darf nicht unterbrochen werden.“

Obendrein sei ein Verwaltungsfehler Schuld daran, dass das Paar nun viele Kosten selbst tragen müsse. „Dadurch sind bereits medizinische Kosten in Höhe von 20.000 Euro aufgelaufen, und die anstehende Behandlung wird diese Summe Monat für Monat weiter erhöhen.“ Auffällig ist in diesem Abschnitt vor allem die Aussage, dass Holmes drei Monate warten musste, ehe er mit der Behandlung beginnen konnte. Demnach muss die Diagnose bereits im Frühjahr gefallen sein, als es noch hieß, es sei „nichts Dramatisches“.

Ungewiss

Logischerweise muss der Musiker für die Therapie in Frankreich bleiben, wo er und seine Ehefrau seit 2014 leben. Zudem würde ein Verlassen des Landes den „Verlust seines Notfall-Versicherungsstatus bedeuten; daher kann er nicht reisen und folglich auch nicht arbeiten.“ Geplante Auftritte, wie jener am 22. August im walisischen Chepstow zu Ehren des am 13. März verstorbenen Ex-Motörhead-Gitarristen Phil Campbell, fallen für Holmes somit sehr wahrscheinlich flach.

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Eigentlich hat Chris Holmes neben seiner Solokarriere auch mit Terminal noch einiges vor. Das Debütalbum soll noch dieses Jahr erscheinen, und auch eine Tournee soll der Veröffentlichung folgen. Es wird sich zeigen, ob und wie es mit diesem Projekt weitergeht. Zunächst steht die Behandlung und Genesung des Gitarristen im Vordergrund.


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Quelle: METAL HAMMER.de