Chris Kael hat Therapie „sehr geholfen“
In der jüngsten Folge ihres gemeinsamen Podcasts Beardo And Weirdo sprechen Five Finger Death Punch-Bassist Chris Kael und Komiker Craig Gass über die Aussagen, die All That Remains-Frontmann Phil Labonte im Juni getroffen hat. Im Gespräch mit dem Today’s Boondoggle Podcast erklärte der konservativ eingestellte Sänger: „Die Vorstellung, dass Männer einfach zur Therapie gehen und damit ihre Probleme lösen, ist absurd. Therapie ist etwas für Frauen. Männer lösen ihre Probleme nicht durch Reden. Männer lösen Probleme durch Handeln.“ Nur das gebe Männern ein Gefühl von Stärke und Selbstvertrauen.
Die Mischung macht’s
„Entgegen dem Rat von Phil Labonte mache ich tatsächlich eine Therapie“, leitet Kael das Thema ein. Nachdem Gass Labontes Kommentar als „eine der dümmsten Aussagen, die ich je in meinem Leben gehört habe“ bezeichnet hat, lenkt Chris Kael ein wenig ein und meint: „Ich verstehe allerdings, worauf er hinauswill. Da steckt ein Körnchen Wahrheit drin.“ Auch er sei der Meinung, dass Männer Glücksgefühle vorwiegend aus dem Tun heraus ziehen; über Probleme und Gefühle zu sprechen sei jedoch ebenfalls hilfreich.
Immerhin hat Labonte in einem Interview über seine Empfindungen gesprochen, was eine Psychotherapie schon nahe käme – „auch wenn man nicht zu einem Therapeuten geht.“ Chris Kael hat die Therapie bislang „definitiv sehr geholfen – hinzugehen und mich darauf einzulassen … Für mich hat das fast etwas Meditatives. Ich mache eine Pause von allem anderen, was gerade in der Welt passiert. Ich konzentriere mich auf mich selbst, schmiede Pläne für die Zukunft und spreche über Dinge, die mich belasten.“
Dennoch sei er „nach wie vor sehr wütend. Diese Gefühle kanalisiere ich dann in die Musik. Manchmal liefert mir das sogar Song-Ideen – wenn ich mich wirklich öffne und Verletzlichkeit zeige.“ Demnach sei die Musik ein Ventil, das ihn bei Verstand halte. Sicher hat all das „Gerede“ dem Bassisten auch beim Überwinden seiner Alkoholsucht geholfen, mit der er ebenfalls offen umgeht.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















