Darum ist Politik bei Mötley Crüe tabu

Nikki Sixx, Bassist der Glam Metal-Legenden Mötley Crüe, hat Stellung zu Politik auf Konzerten bezogen. Er machte ihren Fans unmissverständlich klar, wie die Band zu Aktivismus auf der Bühne steht. In einem Clip auf der Plattform X wandte sich der Musiker direkt an das Publikum. Er plädierte für Zusammenhalt statt Spaltung.

Mötley Crüe für Zusammenhalt im Publikum

Wo und wann die Aufnahme entstand, ist unklar. Die „Return Of The Carnival Of Sins“-Tour endete bereits Ende September. Dennoch sorgt das Video für reichlich Gesprächsstoff. Das liegt auch an aktuellen Debatten über politische Statements bei Konzerten. So äußerte sich zuletzt etwa James Hetfield bei Metallica-Auftritten in der Las Vegas Sphere gegen politische Äußerungen auf Konzerten.

In dem von der Nutzerin @CassandraRules geteilten Video sagt Sixx: „Für Mötley Crüe spielt es keine Rolle, ob ihr Republikaner seid. Es ist Mötley Crüe völlig egal, ob ihr Demokraten seid. Es ist egal, ob ihr schwul oder hetero seid oder genau in der verdammten Mitte des Lebens steht – denn wir sitzen alle im selben Boot. Sind wir uns da einig?“

Trennung von Musik und privater Meinung

Diese Haltung kommt nicht überraschend. Bereits 2016 sprach Nikki Sixx mit dem Magazin NME. Damals war er mit Sixx: A.M. auf Tournee. Er erklärte, warum er Auftritte frei von Politik hält: „Wir finden einfach, dass das nicht der richtige Ort für uns ist. Das heißt aber nicht, dass es für andere Bands nicht passt.“

Innerhalb der Band gibt es ohnehin verschiedene Meinungen. Sixx betonte: „Wir haben alle unsere eigenen Überzeugungen, und selbst in unserer Gruppe stehen nicht alle zu hundert Prozent auf derselben Seite. Wir finden einfach nicht, dass man mitten in einer Rockshow innehalten muss, um solche Themen anzusprechen.“

Privat nutzt der Musiker seine Kanäle durchaus für klare Worte. Dabei spart er nicht mit Sarkasmus. Doch auf der Bühne zählt für ihn nur die Musik: „Vor allem in Amerika sind die Menschen tief gespalten. Wenn ein Fan das Gefühl hat, seine Musik danach auswählen zu müssen, wen der Musiker gewählt hat, ist das der Musik gegenüber schlicht nicht fair.“

Wenn das Bandleben doch politisch wird

In der Vergangenheit sorgten Mötley Crüe oft für Kontroversen. Heute gibt sich die Band nach außen hin meist neutral. Privat äußern die Mitglieder jedoch deutliche Ansichten, insbesondere über US-Präsident Donald Trump.

Schlagzeuger Tommy Lee macht keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen Trump. 2020 sprach er mit dem Magazin The Big Issue. Er kündigte an, im Fall einer Wiederwahl Trumps nach Griechenland auszuwandern.

Auch Nikki Sixx fand in einem vergangenen Interview klare Worte gegen den US-Präsidenten: „Meine große Sorge ist, dass jemand wie Trump unser Land in einen Krieg stürzen könnte. Das löst überhaupt keine Probleme. Wir brauchen Verbündete und Partner, die sich gegenseitig unterstützen. Ich möchte in keinem isolierten Land leben, über das der Rest der Welt sagt: ‚Wir wollen nichts mit euch zu tun haben, weil euer Staatschef verrückt ist.‘“

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Quelle: METAL HAMMER.de