Dave Mustaine (Megadeth/Ex-Metallica): „Bin kein schlechter Kerl.“
Dave Mustaine hat den Ruf, kein ganz leichter Zeitgenosse zu sein. Dem Megadeth-Mastermind ist das durchaus bewusst, wie er kürzlich durchblicken ließ, als er im ‘Let There Be Talk’-Podcast von Dean Delray zu Gast war. Dabei betonte der 65-Jährige, „kein schlechter Kerl“ zu sein sowie „nicht ständig gereizt herumzulaufen„.
Klarstellung
Ausgangspunkt für dieses beiläufige Plädoyer für sich selbst war der Auftritt im Dezember 2011 im Fillmore von San Francisco zusammen mit seinen einstigen Kollegen von Metallica anlässlich deren 30. Jubiläums. Delray fragte Dave Mustaine, ob er sich noch an seine erste Reaktion auf die zugehörige Anfrage seitens der „Four Horsemen“ erinnern kann. „Ich erinnere mich nicht mehr genau, aber es war wahrscheinlich ein bisschen ‚Nein‘, ein bisschen ‚Ja‘, ein bisschen ‚Warum hat das so lange gedauert?‘ und ein bisschen ‚Hätten wir das nicht schon vor langer Zeit machen sollen?‘. Wenn ich an all die Kids denke, die wünschen, sie hätten mich [mit Metallica] spielen sehen – das ist der traurige Teil daran.“
Hierzu fiel Dave Mustaine eine passende Anekdote ein: „Ich habe gerade etwas von Marty Friedman [Ex-Megadeth-Gitarrist] gesehen. Dabei hat er darüber gesprochen, wie er [bei Megadeth] ausgestiegen ist und das falsch gehandhabt hat. Ich fand das echt cool, denn als Marty ging, wurde ich zum Bösewicht. Und ich bin kein schlechter Kerl. Wirklich nicht. Wenn mir jemand richtig auf den Sack, besteht eine 50/50-Chance, dass ich schlecht reagiere. Aber im Alltag laufe ich nicht ständig gereizt herum.
Als Marty damals ging, dachten alle: ‚Dave hat seine Songs nicht benutzt‘ oder ‘Dave ist ein schlechter Bandleader‘. […] Aber ich bin kein schlechter Bandboss. Schau, wo Megadeth heute nach fast 45 Jahren stehen: Wir sind größer, als wir es jemals waren. Und die Band-Mitglieder sind so glücklich wie noch nie.“ Auf die Idee, dass sein Image als Miesepeter zum einem von dem Groll kommt, den Dave Mustaine lange gegen Metallica wegen seines dortigen Rauswurfs hegte, sowie zum anderen von der humorlosen Entlassung von Bassist David Ellefson nach dessen Online-Sex-Skandal, kam der Thrash-Metaller nicht.
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Quelle: METAL HAMMER.de















