Dokumentation zu Kanonenfieber und 1914 bei Arte streamen
Seit 2020 gibt es das Bamberger Death Metal-Projekt Kanonenfieber; die ukrainische Band 1914 seit 2014. Eines haben beide Formationen gemeinsam: Das Thema des Ersten Weltkrieges. Arte hat ebendiesen Umstand genauer unter die Lupe und stellt die Frage: „Wo verläuft die Grenze zwischen kritischer Auseinandersetzung und blinder Weltkriegsparty?“ Die Verantwortlichen scheinen die Bands und ihr Schaffen zwar kritisch zu betrachten, aber keineswegs zu zerreißen. Schließlich bedanken sich Kanonenfieber in den Kommentaren für die Professionalität.
Die Dokumentation dauert etwas über 16 Minuten und lässt auch die jeweiligen Frontmänner von Kanonenfieber und 1914 zu Wort kommen. Zu sehen gibt es das interessante Filmchen samt Live-Aufnahmen auf dem Arte Tracks YouTube-Kanal. Dabei geht es auch generell um Krieg im Metal – ein Thema, das beispielsweise auch Bands wie Iron Maiden schon aufgegriffen haben. Bei Sabaton gehört es quasi zur Band-Beschreibung.
Geschichtsunterricht
Kanonenfieber haben indes einen eigenen Kanal, wo regelmäßig Videos zu den Hintergründen des Projekts veröffentlicht werden. Auch in den Sozialen Netzwerken gibt es immer wieder Geschichtsunterricht der besonderen Art. In einem der jüngeren Beiträge geht es etwa um den Soldaten Philipp Schopp, dessen Geschichte in einem Buch seitens seiner Nachkommen niedergeschrieben wurde.
Dazu schreibt die Band: „Wir überlegen derzeit, das Buch professionell binden zu lassen und über unseren Online-Shop anzubieten. Alle Erlöse aus dem Verkauf würden an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gespendet, um dessen wichtige Arbeit bei der Erhaltung und Pflege von Kriegsgräbern und Gedenkstätten zu unterstützen.“
Gegenüber METAL HAMMER haben sich beide Bands ebenfalls in der Vergangenheit zum Thema geäußert und klargestellt, Krieg keinesfalls glorifizieren zu wollen. Laut Noise von Kanonenfieber geht es vorrangig um Aufklärungsarbeit. Dmytro Kumar von 1914, in dessen Heimat seit 2022 Krieg herrscht, betonte vergangenen November: „Ich möchte ganz deutlich sagen: Wir glorifizieren den Krieg nicht, wir sind als Band hundert Prozent gegen Faschismus und hundert Prozent gegen Krieg.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















