James Hetfield (Metallica) ätzt gg. Musiker mit politischer Botschaft

In einer Welt, die immer mehr aus den Fugen gerät, halten es nicht wenige Bands und Musiker für angebracht und notwendig, Flagge zu zeigen und ihren Fans eine (mitunter politische) Botschaft mit auf den Weg zu geben. James Hetfield hält davon gar nichts. Dies machte der Metallica-Gitarrist und -Frontmann kürzlich bei einem Auftritt in der Sphere in Las Vegas klar. Die „Four Horsemen“ geben derzeit im Rahmen ihrer Live-Residenz Konzerte in der Casinostadt in Nevada.

Geistige Auszeit

So wandte sich James Hetfield (mit seiner neuen freshen Frisur) beim Gig am 10. Oktober 2026 in der spektakulären Kuppel-Location mit Rundum-Videoscreen ans Publikum. „Sofern ihr nicht in Vegas wohnt, habt ihr einen weiten Weg auf euch genommen, um Zeit mit Metallica zu verbringen“, begann der Metallica-Riff-Schmied. Anschließend dankte er der Meute: „Dafür sind wir dankbar – für die Anreise, das Geld, das ihr ausgebt, und die Zeit, die das gebraucht hat. Danke, dass ihr gekommen seid, um mit uns zu feiern.“

Hernach befand „Papa Het“, dass es an der Zeit ist, dass er Metallica politisch positioniert — indem er seine Gruppe als Melange aus einer Art metallischen Schweiz sowie einem musikalischen Zufluchtsort darstellte. „Ich muss einfach mal sagen: Im Gegensatz zu manch anderen Entertainern sind Metallica nicht hier, um euch mit ihrem Bullshit zu beeinflussen. Wir sind hier: ohne Bullshit! Und wir sind hier, um all den Scheiß von draußen zu vergessen. Die Agenda von Metallica ist Liebe, Energie und Heavy Music, Baby!“

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Neu ist diese Herangehensweise keineswegs. Bereits 2016 hat James Hetfield in einem Interview mit der BBC den Zwang hinterfragt, zu einem politischen Lager dazugehören zu müssen. „Es gibt in den Staaten immer mehr Polarisierung — und ich sehe es genauso an anderen Orten. Es kommt mir so vor, als müsste man selbst immer extremer werden, um das andere Extrem auszugleichen.

Wir müssen uns irgendwo in der Mitte treffen. Deswegen halten wir uns auch fern von Religion und Politik. Das polarisiert die Menschen doch nur noch mehr. Wir haben natürlich alle unsere eigenen Einstellungen und Glauben, aber schlussendlich wollen wir mit den Menschen eine Verbindung suchen. Und für uns scheinen politische Ansichten nicht dabei zu helfen, unsere Musik tut dies.“

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Quelle: METAL HAMMER.de