Kelly Osbourne plant Dokumentarserie über Trauer und ihre Folgen
Kelly Osbourne scheint einen realistischen Blick auf sich selbst geworfen zu haben und dabei ist ihr einiges klar geworden. In einem Interview spricht die Tochter der verstorbenen Black Sabbath–Legende
Ozzy Osbourne offen über psychische Probleme, ihr Körperbild – und enthüllt dabei auch Pläne für eine Dokumentationsreihe.
Seit dem Tod ihres Vaters vor über einem Jahr hat Kelly Osbourne (wie soll es auch anders sein) in aller Öffentlichkeit zusehends abgebaut. Zwar hat sich die 41-Jährige in den letzten Jahren ohnehin stark verändert, jedoch sah sie zuletzt wirklich ungesund aus. Vor einigen Monaten löste sie zudem die Verlobung mit Sid Wilson, der inzwischen auch bei Slipknot vor die Tür gesetzt wurde.
Maske und Realität
War Kelly früher Kommentaren ausgesetzt, dass sie zu dick sei, ist seit einiger Zeit das Gegenteil der Fall. Im Gespräch mit The Daily Mail gestand sie jüngst, dass ihr nicht bewusst war, wie dünn sie geworden war. Erst als sie im Februar für die Grammy Awards ein Kleid anprobierte, habe sie den Ernst der Lage begriffen. Sie verriet auch: „Ich trug eine Perücke, um mein Gesicht zu verdecken, damit man nicht sehen konnte, wie schmal meine Wangenknochen tatsächlich waren.“
Trotz aller Mühen musste sie sich am Ende eingestehen: „Ich sah aus wie der verdammte Gruftwächter. Das war erschreckend. Ich wusste gar nicht, dass ich so aussehe. Meine Wirbelsäule – man konnte jeden einzelnen Knochen sehen.“ Obwohl sie sich nicht gut fühlte, habe sie dennoch einen guten Grund für die Teilnahme an der Presiverleihung gehabt. „Ich hatte Angst. Ich wollte da sein, um meine Mutter zu unterstützen und das Vermächtnis meines Vaters zu würdigen. Aber ehrlich gesagt, wenn ich darüber nachdenke, glaube ich nicht, dass ich hätte hingehen sollen. Es ging mir nicht gut.“ Ähnlich verhielt es sich wohl mit den Brit Awards nur wenige Wochen später (siehe Foto oben).
Der Schmerz über den Verlust sei es gewesen, der ihr Hungergefühl hemmte und sie schließlich derart viel Gewicht verlor. Dem fügt sie hinzu: „Die Person, die ich vor dem Tod meines Vaters war, ist tot. Diese Person existiert nicht mehr.“ Nachdem sie ohnehin in der Öffentlichkeit aufgewachsen ist, hat Kelly Osbourne nun auch vor, ihre Erfahrungen zu teilen. „Ich mächte eine dreiteilige Dokumentarserie über Trauer, psychische Gesundheit und meine eigenen Erfahrungen drehen und meine Geschichte erzählen. Denn es gibt vieles, was die Öffentlichkeit noch nicht weiß.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















