Kritik zu Doodswens DOODSWENS

Das Debüt der Holländerinnen, LICHTVREES, war 2021 eines dieser kleinen Black Metal-Juwelen: nicht originell, aber ehrlich und existenzialistisch und dabei anders genug in seiner so schlichten wie fulminanten Interpretation des Second Wave-Black Metal-Sounds. Fünf Jahre später ist aus dem Frauenduo eine sogenannte ­„Female-fronted“ Band geworden: ­Fraukje van Burg hat sich aus dem Rampenlicht zurückgezogen, Schlagzeugerin und Sängerin Inge van der Zon holte sich zwei Kerle für Riffs und Donnergrollen. Wobei: Den auf DOODSWENS erstmals präsenten Bass hört man dank der typischen Produktion nicht wirklich, live hilft das aber sicher. Und da kommt dieses Material am besten zur Geltung: DOODSWENS besticht mit soliden Riffs, rohem DIY-Feeling und kompromisslos kehlig-kratzigem Gesang, doch die Schlichtheit wiegt beim zweiten Mal mehr als die Fulminanz – auch, weil ­etwa die Italiener Bianca mit ihrem Debüt letztes Jahr die Messlatte, was die frauen­spezifische Klasse im Black Metal angeht, deutlich höher gelegt haben.

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Quelle: METAL HAMMER.de