Kritik zu Embryonic Autopsy ORIGINS OF THE DEFORMED

Embryonic Autopsy ORIGINS OF THE DEFORMED

Death Metal, Massacre/Soulfood (10 Songs / VÖ: 14.6.)

Obwohl PROPHECIES OF THE CONJOINED erst zwei Jahre auf dem ­Buckel hat, fällt die ­Erinnerung schwer. Zu gesichtslos und arm an Höhepunkten klang Embryonic Autopsys Debüt­album. Ein Fehler, den Chicagos ­Brutal-Deather auf ORIGINS OF THE DEFORMED wiederholen. Dabei fällt der Einstieg vielversprechend aus: ‘Dripping In The Vaginal Nectar’ bleibt nicht nur wegen des „speziellen“ Titels, sondern auch grindiger Durchschlagskraft hängen. Anschließend punktet ‘Human Vessel Of Alien ­Hybrids’ mit Bolt Thrower-Referenzen, und ‘Orgies Of The Inseminated’ ­wartet gar mit einem eingängigen Fäustereck-Refrain auf. Dann aber fällt die Band um Gurgler Tim King, der seine Brötchen nach wie vor als Bassist und Hintergrundsänger der Alternative-Rocker Soil verdient, in alte Muster zurück.

🛒  ORIGINS OF THE DEFORMED bei Amazon

Sprich: Abseits prominenter Soli von James Murphy, Jack Owen und Terrance Hobbs geizt ­ORIGINS OF THE DEFORMED mit Abwechslung. Lediglich zwei Songs unterbrechen den endlosen Schlagreigen, Hörspaß kommt aber auch hier nicht auf: ‘Cleopatra’s Spawn’ möchte geheimnisvoll sein, tönt aber nur öde, während der instrumentale Füller ‘The Curse Of Madame Pele’ die Albumspielzeit künstlich über die 30-Minuten-Marke streckt.

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***



Quelle: METAL HAMMER.de