Kritik zu Joyous Wolf IN BETWEEN
Mit durchschnittlich 280 Sonnentagen im Jahr lädt sich die mentale Batterie der Kalifornier fast von selbst auf. Diese positive Grundstimmung ist das perfekte Fundament für energiegeladenen Rock. So auch im Fall von Joyous Wolf, die aber auch dem Soul, Blues und Alternative Rock zugetan sind. Die Band versteht es, unterschiedlichste Einflüsse miteinander zu verbinden und lebt dabei vor allem von der röhrenden Stimmgabel ihres Frontmanns Nick Reese, der phasenweise an Chris Cornell erinnert: mal rau und kraftvoll, dann wieder gefühlvoll und gelassen. Mir gefällt IN BETWEEN immer dann am besten, wenn Joyous Wolf den klassischen The Rolling Stones-Ansatz hinter sich lassen und stattdessen die alternativen Routen wählen und das Ganze moderner sowie härter klingt. Diese Momente zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in der Band steckt. Leider passieren sie zu selten. Stattdessen nimmt der Blues einen großen Teil des Albums ein. Mit einem Bier auf der Terrasse lässt sich dazu der Feierabend zweifellos bestens genießen. Emotional mitreißen oder nachhaltig packen will einen das Material über die komplette Spielzeit allerdings nicht. Sollte die Band künftig etwas häufiger den Mut aufbringen, ihre härtere und modernere Seite auszuleben, dürfte beim nächsten Album deutlich mehr drin sein. Sonnige Gemüter dürfen ruhig mal richtig zur Sache gehen.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















