Kritik zu Left To Die INITIUM MORTIS

Left To Die wurden ursprünglich als Tributeband gegründet, um vorrangig die Songs von ­LEPROSY, dem zweiten Album von Death, live aufzuführen. Die Resonanz war offenbar so gut, dass die Band alte Demoklassiker von Death und deren Vorgänger-Band Mantas neu aufnahm. Ein etwas überraschender Beschluss, da letztes Jahr Gerüchte die Runde machten, dass Massacre einige alte Songs
neu aufgreifen wollten. Dies ist deshalb ­pikant, da deren Sänger Kam Lee und Left To Die-Gitarrist Rick Rozz in den Anfangsjahren beide Teil der Band um Chuck Schuldiner (RIP) waren und beide zur Urbesetzung von Massacre gehören. Aber potenzielle Fehde hin oder her, für Old School-Fans dürfte INITIUM MORTIS eine interessante Scheibe sein, auch wenn statt Kam Lee nun Matt Harvey (Exhumed, Gruesome et cetera) am Mikro steht. Oder gerade deshalb, da er eine unverkennbare stimmliche Nähe zu Chuck besitzt. Fokussiert haben sich Left To Die auf bislang eher unter­repräsentierte Songs der Frühphase von Death beziehungsweise Mantas, nämlich ‘Legion Of Doom’, ‘Power Of Darkness’ und ‘Death By Metal’ vom gleichnamigen Demo von 1984, sowie die aus Proberaum- oder Live-Aufnahmen bekannten ‘Mantas’, ‘Rise Of Satan’, ‘Zombie’, ‘Witch Of Hell’ oder ‘Slaughterhouse’. Dabei hat man sich mehr oder minder kleine künstlerische Freiheiten genommen und die Songs teils leicht abge­ändert, insbesondere bei den Lead-­Gitarren. Auch der charmant-rumpelnde Charme der alten, verwaschenen Aufnahmen wurde einer modern-knackigen Produktion geopfert. Dennoch ist ­INITIUM MORTIS so oldschool, wie es Death Metal in modernem Gewand nur sein kann, und gibt einen interessanten Blick aus frischer Perspektive zurück in die Anfangstage dieser Stilistik.

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Quelle: METAL HAMMER.de