Kritik zu Spirit Mother THISTLE

Ursprünglich in Kalifornien gegründet, inzwischen aber ein gutes Stück weiter nördlich im schönen ­Oregon ansässig, hat die Band um Sänger und Gitarrist Armand Lance und seine Partnerin, Violinistin und Sängerin SJ Lance auch personell ein paar Veränderungen durchgemacht. So ergänzen mittlerweile Michael Fenris am Bass sowie Mia Rose, ebenfalls an Violine und Mikro, Spirit Mother zu einem gemischten Doppel. Musikalisch ist man sich allerdings treu geblieben und setzt weiterhin auf eine eklektische Mixtur. So trifft auf THISTLE Americana-Attitüde abermals auf Grunge-Verständnis und fusioniert Folklore und Blues-Bewusstsein mit tiefschwarzem Shoegazer-Chic. Als hätten All Them Witches mehr Black Rebel Motorcycle Club, Queens Of The Stone Age und sicher auch 16 ­Horsepower gehört, klingt das stimmungsvolle Eichenfassreife suggerierende dritte Album des neuen Quartetts gleicher­maßen staubig wie rostig, während am Horizont in stimmungsvoller Wehmut das Abendrot leuchtet und dahinter westliche Weiten verheißt. Dazu gesellt sich sogar noch ein unerwartetes Cover von Jethro Tulls 1971er-Kult-Song ‘Locomotive Breath’, welches angepunkt und dreckig sowie ganz ohne Ian ­Andersons charakteristische Querflötentöne daherkommt.

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Quelle: METAL HAMMER.de