Kritik zu President BLOOD OF YOUR EMPIRE

Nach Sleep Token macht eine weitere britische Band mit grob ähnlichem Klang­konstrukt (minus die Soul-/R’n’B-Versatzstücke) und geheimen Identitäten von sich reden: President biegen mit zeitgenössischem Metalcore als nächster Hype um die Ecke. Nach der KING OF TERRORS EP (2025) legen die Londoner nun ihr Debüt­werk vor, auf dem sich der Bandleader mit den zwei Seiten von Religion (Sinn, Zweck & Mitgefühl versus Leid & Blutvergießen) auseinandersetzt. Die Produktion hat das Quartett auf jeden Fall ansprechend hinbekommen, zwischendurch setzen sich auch immer fette Gitarren durch. Leider gehen die Songs (nicht nur) in den Refrains oft stark in Richtung Pop, die zahlreichen elektronischen Sprengsel verstärken diesen Eindruck obendrein. Liebhaber von modernen metallischen Sounds dürften diesem Stilmix und hymnischen Tracks wie ‘Sleepwalker’, ‘Dark Heaven’ oder ‘This Will Divide Us’ alles andere als abgeneigt sein, manch anderer könnte sich mehr musikalische Tiefe wünschen. Als Lichtblick mitten in der Platte kommt ‘Mercy’ mit feinen Deftones-Vibes daher. Die Qualität der Kompositionen stimmt auf ihre Art jedenfalls, insofern werden sich President definitiv ihr Publikum erspielen.

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***



Quelle: METAL HAMMER.de