Kritik zu V.B.O. VICE BUSINESS ONLY

V.B.O. ist, was man bekommt, wenn Sänger Francesco Cavalieri abseits seines Haupt-Jobs von Wind Rose die schwere Metall­rüstung gegen einen komfortablen ­Business-Anzug tauscht. Fernab von harten Klängen präsentiert man auf dem Debüt VICE BUSINESS ONLY zusammen mit Musikproduzent Simone Giusti eine wilde Mischung aus Achtziger Jahre-Drums, Daft Punk und Depeche Mode sowie hier und da eine verzerrte Gitarre. Album-Cover und Promofotos lassen zunächst einen Ausflug in Richtung Gangster-Rap vermuten, die Musik selbst spiegelt aber eher einen tanzbaren Soundtrack in flackerndem Neonlicht in einem Nachtclub in Miami wider. Ehrlicher­weise muss man gestehen, dass der rein auf Metal fokussierte Musik­liebhaber vermutlich direkt jeden Song skippen wird. Wenn man sich mit der Entstehung der neun Tracks beschäftigt, dürfte dies den italienischen Frontmann jedoch wenig kümmern, ist dieser krasse Genre-Einschnitt doch ganz bewusst gewählt. Sieht man über die Musikstilgrenzen hinweg, kann man der 2023 ins Leben gerufenen Formation die Kreativität jedoch nicht absprechen. V.B.O. liefern das, was sie sich auf die Fahne geschrieben haben: futuristischen Sound mit ­nostalgischen Momenten und vielen, wirklich sehr vielen Synthesizer-Klängen.

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Quelle: METAL HAMMER.de