Ministry: Al Jourgensen erklärt Schlussstrich

Am 30. Oktober 2026 erscheint mit HATE TO GO (TAKE OUT OF DELIVERY) das mutmaßlich letzte Ministry-Album überhaupt. Schon vor einigen Jahren kündigte Bandchef Al Jourgensen an, er habe nur noch ein bis zwei Platten in sich – die letzte ist jetzt geschrieben. Im Interview mit Hit Parader erklärt der Musiker seine Beweggründe.

Alles erreicht

Er meint: „Es ist einfach an der Zeit. Wir haben das Genre und die Band so weit getrieben, wie es geht. Ich bin mit diesem Album sehr zufrieden und ich finde, es ist eine Zusammenfassung der letzten 40 Jahre mit denselben Elementen. Ein gutes Album, um das hier zu beenden, und ich bin glücklich darüber, wie es geworden ist. 

Dennoch bin ich nicht motiviert, weiter diese Musik oder generell Musik zu machen. Ministry haben sich ausgelebt und ich bin froh, dass die Band zu gegebener Zeit hier war. Ich bereue nichts, wenn ich zurückblicke. Es würde jetzt aber sehr langweilig und repetitiv werden. Das Produkt wäre nicht mehr gut, wenn ich versuchen würde, ein weiteres Album zu machen. Deswegen ist es an der Zeit.“

Andere Interessen

Er führt weiter aus: „Außerdem bin ich 68 Jahre alt. Gott segne die Rolling Stones – die sind schließlich um die 80 und machen noch Alben und dieses und jenes. Aber ich habe einfach andere Interessen. Im Kern wollte ich das sowieso nie tun. Es ist kein Geheimnis, dass ich eigentlich nur High School- und Uni-Geschichtsprofessor werden wollte. 

Aber dann hatte ich diese Demos, die sich auf einmal gut verkauften, und plötzlich war ich in einer Band und versuchte, Mitglieder zu finden. Es gab ein Vorsingen mit zehn bis zwölf Sängern, weil ich keiner sein wollte. Wenn überhaupt, wollte ich immer Jimmy Page sein und nicht Robert Plant. Aber es zog mich immer weiter hinein.“

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Jourgensen beschreibt: „Ich fühlte mich ein bisschen wie Michael Corleone in ‘Der Pate 3’. Jedes Mal, wenn ich versucht habe, auszusteigen, zog mich wieder etwas hinein. So wurde es immer mehr zu diesem riesigen Unterfangen. Dieser Weg war nicht von Anfang an geplant, aber irgendwie habe ich es geschafft, daraus eine über 45 Jahre währende Karriere zu machen. Dennoch: Alles hat seine Zeit“

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Quelle: METAL HAMMER.de