Neil Pearts Witwe gab Drummerin Anika Nilles ihren Segen

Rush haben sich ausreichend Zeit gelassen, um über den Krebstod ihres legendären Schlagzeugers Neil Peart hinwegzukommen. Nun befindet sich das durch die deutsche Jazz-Drummerin Anika Nilles komplettierte Trio auf „Fifty Something“-Tournee, welche es im Februar 2027 auch nach Deutschland führen wird. Fünf Shows stehen an — in Berlin, Köln, München, Hamburg und Stuttgart.

Volle Rückendeckung

Die Konzertreise findet übrigens mit dem Segen von Neil Pearts Witwe statt: Carrie Nuttall hatte sich vorab bei Nilles gerührt und ihr aufmunternde Worte geschickt. Dies plaudert die neue Rush-Trommlerin in einem aktuellen Interview mit dem US-amerikanischen Rolling Stone aus. „Ich habe eine nette Nachricht von ihr bekommen, eine wirklich liebevolle Nachricht. Es war sehr schön zu hören, dass sie hinter dem Projekt steht und sich auf diese Reise freut.“

Außerdem berichtet die 43-Jährige zunächst vom fünf Tage umfassenden Vorspielen bei Bassist Geddy Lee und Gitarrist Alex Lifeson. Neben dem musikalischen Aspekt ging es für Anika vor allem darum, zu kontrollieren, was in ihrem Kopf passiert. „Bei jedem Song-Teil musste ich mich ein wenig selbst bremsen — damit ich nicht abhebe. Das alles half mir dabei, nicht zu sehr darüber nachzudenken, wie groß dieser Platz ist und welche Rolle ich dort ausfülle. Im Moment sein, präsent sein, fokussiert sein.“

Die Muckis trommeln

Des Weiteren ging es darum, wie sehr sie sich am ursprünglichen Drumming von Neil Peart orientieren soll oder will. „Ich war mir nicht sicher, ob ich jedes kleinste Detail einstudieren oder zwar die wesentlichen Parts beherrschen, mir aber hier und da etwas Freiheit lassen soll.“ Letztlich wurde Nilles klar, dass sie nicht darum kam, ihren präzisen Stil zu variieren und ihren Körper einfach machen zu lassen:  „Ich muss mehr aus der Muskelkraft heraus spielen.“

Die Konsequenz daraus ist, so die Rush-Drummerin: „Jetzt steckt ein bisschen Neil in mir. Was ich für mich persönlich am meisten gelernt habe, betrifft den kompositorischen Aspekt. Er war darin wirklich brillant. Er baut den Schlagzeug-Part immer weiter auf — immer weiter und weiter —, bis man sich fragt: ‚Was zum Teufel passiert hier eigentlich?‘“

Rush „Fifty Something“ Deutschland 2027:

  • 21.02. Berlin, Uber Arena
  • 25.02. München, Olympiahalle
  • 28.02. Köln, LANXESS Arena
  • 02.03. Hamburg, Barclays Arena
  • 04.03. Stuttgart, Hanns-Martin-Schleyer-Halle


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Quelle: METAL HAMMER.de