Kritik zu Polaris FATALISM

Polaris FATALISM

Metalcore , Sharptone/RTD (11 Songs / VÖ: 1.9.)

Auf ihrem dritten Studioalbum geben sich die Australier hymnisch und atmosphärisch – elektronische Elemente prägen den Stil des ehemaligen Quintetts (Gitarrist Ryan Siew verstarb im Juli) und erinnern in Kombination mit Jamie Hails verzweifeltem ­Screaming und gefühlvollem, weichem Klargesang an bereits erschlossenes Bring Me The Horizon-Areal. Jedem Track wohnt eine persönliche Note inne; als gefühlvoller Höhepunkt ist ‘With Regards’ zu nennen, das einen intimen Briefaustausch mimt. Neben diesem und der vereinnahmenden Ballade ‘Aftertouch’ stellen Polaris aber auch erfolgreich ihre Härte unter Beweis: Das Genre-typische gutturale Schreien sowie Breakdowns werden regelmäßig in den Strophen platziert, könnten aber vor den erlösenden Refrains noch etwas mehr den Spannungsbogen ausreizen.

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Das härtere Ohr kommt mit Nummern wie ‘Inhuman’ (geniales Bass-Intro), dem voran­groovenden ‘Dissipate’ à la Architects oder dem anspornenden ‘Parasites’ auf seine Kosten. Nach dem fatalistischen Prinzip liefert die Platte dem gemeinen Metalcore-Fan einen gut mosh- und mitsingbaren Soundtrack. Allen anderen Metal-Fanatikern dürfte FATALISM aber eher als vermeidbare Fügung des Schicksals begegnen.

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Quelle: METAL HAMMER.de