Kritik zu Night Laser CALL ME WHAT YOU WANT

Night Laser CALL ME WHAT YOU WANT

Glam Metal, Steamhammer/SPV (11 Songs / VÖ: 24.5.)

Während sich die Live-Qualitäten der Hair- wie Metal-affinen Hamburger Hard-Rocker aktuell noch im Vorprogramm von Freedom Call begutachten lassen, erweist sich das vierte Album der Nordlichter aufgrund von hohen melo­dischen Wiedererkennungswerten als ihr bislang größter Studiowurf. Dass Sänger Benno Hankers Stimme und Phrasierungsduktus zuweilen Tim Skold von Shotgun Messiah auf den Plan ruft (natürlich ohne dessen unnachahmliche Nöler-Nonchalance aufzuweisen), ist zudem nicht die schlechteste Referenz. Gewürzt wird das Ganze mit klassisch beeinflussten Etüdensoli sowie darüber hinaus auch einer Extraladung Über­tellerrandlanderschließung, die allerdings der Hauptstilkompetenz der Band – und das ist Achtziger-Hard Rock – nicht ausnahmslos schmeichelt: Das power-metallische Drum-Gekloppe und die Knappenchorkraftmeiereien von ‘Law Of The Vulture’ sind im Spandex- und Bandanakontext nämlich genauso befremdlich wie das episch angelegte ‘Fiddler On The Roof’, welches sich sowohl in Folk Metal-Gefilde als auch das Grenzgebiet zu Tenacious D traut.

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Dann doch lieber ein völlig artfremdes Augenzwinkern wie in Form des Bonustracks ‘Über-Alman’: Hier werden Night Laser völlig unvermittelt Gunter Gabriel gerecht und spendieren dem unter anderem von Hank Snow und Johnny Cash popularisierten, australischen Country-Song ‘I’ve Been Everywhere’ eine deutschsprachige Variante mit vornehmlich einheimischen Reisezielaufzählungen.

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Quelle: METAL HAMMER.de