Kritik zu Einar Solberg VOX OCCULTA
Oh ja, endlich was Neues von Einar Solberg. Der norwegische Künstler verwöhnt uns bei Leprous seit Jahren mit edlem Prog Metal und ist seit 2023 auch solo unterwegs. VOX OCCULTA ist der Nachfolger zu seinem Debüt 16, zwischendrin gab es mit THE CONGREGATION ACOUSTIC eine fesselnde Neuinterpretation des gleichnamigen Leprous-Geniestreichs. Auf gewohnt hohem Niveau geht es 2026 weiter: VOX OCCULTA ist eine eindrucksvolle Machtdemonstration musikalischen Könnens und melodischer Übermacht. Gemeinsam mit dem Norwegischen Radio-Orchester und Gästen von Bands wie Agent Fresco, Novelists oder Monuments errichtet Solberg bewegende Kompositionen, die in ihrer Größe und emotionalen Tiefe mittlerweile glatt seine Haupt-Band ausstechen. Cineastisch ist Solberg immer schon gern gewesen, doch mit diesem Album erschafft er endgültig ein Klangerlebnis, das sich auch hervorragend als Soundtrack zu einem schwarz-weißen Ingmar Bergman-Film machen würde. Majestätisch wogen die Songs, steigern sich auch dank des Orchestereinsatzes in höchste Höhen, türmen sich auf, fallen in sich zusammen wie Wellenkämme auf hoher See. Musik ist ja überwiegend fürs Herz, oder eben fürs Hirn. VOX OCCULTA stimuliert beide Zentren gleichermaßen, fordert und belohnt. Mehr kann man sich von Prog nicht wünschen.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















